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Schweißverfahren und -systeme von Fronius
Schweißen setzen die Verbindungsfachleute an Bord mit Elektroden-Hand(E-)Schweißen gleich. Wind und Wetter, Abstand zwischen Stromquelle und Arbeitsort, robuste und mobile Schweißsysteme bestimmen diese Praxis. „Zum Beginn unserer Geschäftstätigkeit arbeite-ten wir mit Schweißsystemen, die relativ wenig kosteten. Mit dem Arbeitsergebnis war ich jedoch nicht zufrieden“, erläutert der Sachverständige Pennacchia, der auch heute noch zu Prüfzwecken selbst schweißt. Besonders bei den üblichen Entfernungen von 75 bis 150 m zwischen Stromquelle und Elektrodenhalter am Arbeitsort ist ein stabiler Lichtbogen entscheidend. Deshalb sah Angelo Pennacchia sich bald nach qualitativ besseren Schweißsystemen um und traf im Internet auf Fronius: „Das kurzfristige Zurverfügungstellen von Testsystemen und die äußerst positiven Ergebnisse mit ihnen überzeugten uns. Auch wenn wir deutlich mehr investierten, rentierte sich das bereits nach kurzer Zeit. Wenn sie bei der TransPocket 2500 Comfort 180 Ampere einstellen, ist dieser Wert nach einhundert Metern Kabellänge praktisch unverändert.“ Dafür sorgt die mit „Resonante Intelligenz“ bezeichnete Technologie. Ein ständiges automatisches Feedback des Lichtbogens auf die Leistungsparameter der idealen Kennlinie reagiert sofort auf jede Veränderung. Gemeinsam mit den Leistungsreserven im Hintergrund erzeugt das immer einen höchst stabilen Lichtbogen, sowohl bei langen Netzuleitungen als auch Spannungsschwankungen.
Nachregeln der Stromstärke über die Fernbedienung
Ein Plus bedeutet auch das bequeme Nachregeln der Stromstärke über die Fernbedienung TP09. Im Gegensatz zu konventionellen Fernbedienungen arbeitet sie kabellos. Der Schweißer berührt mit der Elektrode lediglich ihre Kontaktflächen, um die Signale durch das Stromkabel zur jeweiligen Stromquelle zu übertragen. So lassen sich die sechs Schweißsysteme mit nur einer TP09 unabhängig voneinander regeln. Der Schweißer kann sie an ihrer Tragschlaufe bequem um den Hals tragen. Das Reduzieren von sechs Fernbedienungen mit je einem langen Kabel zur Stromquelle auf nur eine kabellose spart Investitionskosten, Ersatzteilhaltung und reduziert Fehlerquellen. Jeder Schweißer kann mit der TP09 je nach Arbeitssituation, z.B. bei Beschichtungen, Farbresten, Rost oder Feuchtigkeit, individuell agieren.
Anti-Stick-Funktion erkennt ein eventuelles Festkleben der Elektroden
Zu weiteren Vorteilen, die die Mitarbeiter von Seatight zu schätzen wissen, zählen die Funktionen Hot-Start, spritzerfreie Zündung, Anti-Stick und abrufbare Jobs. Der Hot-Start erleichtert das Zünden von Cel- und rutilen Elektroden. Für weniger Nacharbeit sorgt die Zündung. Die Anti-Stick-Funktion erkennt ein eventuelles Festkleben der Elektroden bei einem Kurzschluss. Sie schaltet den Strom ab und verhindert so ein Durchglühen der Elektrode bzw. des Werkstückes. Der Schweißer kann sie anschließend leicht vom Werkstück lösen. Und je nach Arbeitssituation können die Schweißer zum Beispiel für Steig- oder Fallnähte den passenden Job abrufen.
Den Kernbestand der Schweißsysteme bilden 20 TransPocket 2500 C. Hinzu kommen etliche Altsysteme und für Ausnahmefälle mit sehr hohem Leistungsbedarf eine TransPocket 4000 inklusive Fernbedienung. Drei neue TransPocket 2500 C lieferte Fronius gemeinsam mit dem Rack und sechs bis sieben sind in 2012 geplant. Die Geschäftsführer von Seatight handeln aus Überzeugung: „Mit Elektroden von vier Millimetern Durchmesser können wir bei einhundertachtzig bis zweihundertzwanzig Ampere einhundert Prozent Einschaltdauer realisieren. Früher hat ein altes Systeme jede Viertelstunde ausgeschaltet. Dies ist unter dem Strich trotz niedriger Investitionskosten wesentlich teurer. Und mit den TransPocket 2500 erzielt ein guter Schweißer Nähte mit der Note Eins. Ein mittlerer bringt es immer noch auf Note Zwei.“
Wirtschaftlichkeit erhöhen im Rack-Betrieb
Am Arbeitsort auf Deck sind die Mitarbeiter dank ihrer High-Visibility-Schutzkleidung auch unter schlechten Sichtverhältnissen sofort identifizierbar. Und auf der Pier leuchten sechs TransPocket 2500 Comfort in einem Rack. Diese Anordnung hatte Angelo Pennacchia beim Fronius-Team Oldenburg als Prototyp für eine Werft gesehen. Inzwischen besitzt Seatight das erste serienmäßige Rack von Fronius aus der Abteilung Automation. Seine Vorteile sind vielfältig: Sie beginnen mit der kürzeren Aufbauzeit aus dem Transporter per Gabelstapler an die geeignete Stelle am Pier und dem Verfahren auf eigenen Rädern in die Nähe des Arbeitsortes. Der Betrieb mit zentral angeschlossenen preiswerterem Landstrom führt zu geringeren Stromschwankungen und schont die Netzfilter der Schweißsysteme. Diese Betriebsart reduziert dank des zentralen Hauptanschlusses die Länge der Einzelkabel zu den Maschinen. Im Rack angeordnet steigt die Sicherheit und damit Verfügbarkeit der Schweißsysteme. Denn auf Deck können sie sowohl leicht mechanisch beschädigt als auch beim Belasten mit Wasser überschwemmt werden. Im Rack schützt sie eine Abdeckung, die eine zusätzliche Ablagefläche ergibt. Der Stromverteiler IP54 mit sechs wetterfesten Steckdosen und einer primären Hauptsteckdose ist mit 125A abgesichert. Ein Notausschalter dient der zusätzlichen Sicherheit. Seatight will mittelfristig außer am Unternehmensstandort Leer bzw. im Transportfahrzeug weitere Racks in fünf europäischen Häfen stationieren. Kurzfristig strebt das Unternehmen an, Esbjerg und die spanische Tochtergesellschaft so ausrüsten. Im geplanten Endzustand würden neben den 36 fest installierten TransPocket-2500 Comfort auch über 4 km Kabel zur Verfügung stehen. Die Voraussetzungen dafür bilden das professionelle Engagement der Seatight-Mitarbeiter, die positive Geschäftsentwicklung und vor allem die zufriedenen Kunden. (jup)
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