Digitaler Batteriepass Offener Standard schafft Implementierungssicherheit

Quelle: IDTA 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

IDTA, Catena-X Automotive Network und Mitglieder des Battery Pass Project haben eine semantische Basis für den digitalen Batteriepass erarbeitet. Die Lösung adressiert sämtliche in der EU-Batterieverordnung definierten Datenanforderungen und überführt sie in ein standardbasiertes Datenmodell.

im Hinblick auf die ab 2027 verbindlichen Anforderungen der EU Battery Regulation wurde jetzt eine standardisierte Grundlage für die Umsetzung des digitalen Batteriepasses geschaffen. (Bild:  © Marina Dubin – stock.adobe.com/KI-generiert.)
im Hinblick auf die ab 2027 verbindlichen Anforderungen der EU Battery Regulation wurde jetzt eine standardisierte Grundlage für die Umsetzung des digitalen Batteriepasses geschaffen.
(Bild: © Marina Dubin – stock.adobe.com/KI-generiert.)

Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 tritt am 18. Februar 2027 in Kraft und verpflichtet dazu, jede betroffene Batterie mit einem digitalen Batteriepass auszustatten. Möglich wird das mit dem AAS-basierten Modell, das die Industrial Digital Twin Association (IDTA), Catena-X Automotive Network e.V. und Mitglieder des Battery Pass Project jetzt entwickelt haben: Der technologische Ansatz sowie die gemeinsame semantische Basis für den digitalen Batteriepass adressiert sämtliche in der EU-Batterieverordnung definierten Datenanforderungen und überführt sie in ein skalierbares, standardbasiertes Datenmodell. 

Regulatorische Anforderungen erfüllen

Kern der Spezifikation ist die Implementierung des digitalen Batteriepasses basierend auf der Asset Administration Shell (AAS, „Verwaltungsschale“) und der zugehörigen Semantic Aspect Meta Models (SAMM) mit dem Ziel, die regulatorischen Anforderungen der Europäischen Union hinsichtlich Nachhaltigkeit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Batterien umzusetzen. Dazu entwickelte die Arbeitsgruppe sieben Teilmodelle für die AAS, SAMM für die semantische Beschreibung und eine Guideline, die eine Systematik der spezifizierten Teilmodelle und die entsprechenden Designentscheidungen gibt. Dieser Ansatz bietet eine offene, standardisierte und sofort einsetzbare Grundlage zur Umsetzung der regulatorischen Vorgaben und schafft damit Investitions- und Implementierungssicherheit.

Was fordert die EU-Batterieverordnung?

Die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 tritt am 18. Februar 2027 in Kraft und verpflichtet dazu, jede betroffene Batterie mit einem QR-Code, der mit dem digitalen Batteriepass verknüpft ist, auszustatten, um auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden zu können. Die Regelung betrifft Industriebatterien mit einer Kapazität von mehr als 2 kWh (z.B. für stationäre Energiespeichersysteme), Batterien für Elektrofahrzeuge sowie Batterien für Light Means of Transport (LMT), etwa für E-Bikes oder E-Scooter.

Klar definierte Schnittstellen 

Das Bild zeigt ein AAS-Beispiel eines digitalen Batteriepasses mit allen Submodellen.(Bild:  IDTA)
Das Bild zeigt ein AAS-Beispiel eines digitalen Batteriepasses mit allen Submodellen.
(Bild: IDTA)

Die entwickelten AAS-Teilmodelle strukturieren die erforderlichen Informationen kontextbezogen, z.B. Materialzusammensetzung, Kreislaufwirtschaft oder Produktzustand. Dies erfolgte eng angelehnt an die DIN DKE Spec 99100 und unter Verwendung bereits existierender Submodelle sowie der Semantik von Catena-X, Eclass und IEC CDD.
Auf Basis der standardisierten AAS-API können die Daten für den digitalen Batteriepass über eine klar definierte Schnittstelle bereitgestellt werden. Dazu beabsichtigt Catena‑X, die gemeinsam entwickelten AAS‑Teilmodelle in einem zukünftigen Release des Catena‑X‑Datenökosystems in einen standardisierten Anwendungsfall des Digital Battery Passports aufzunehmen.

Mit der Asset Administration Shell als technologisches Fundament für die Ausleitung der Daten für den digitalen Batteriepass stellen wir eine effiziente Implementierung in bestehende Systeme und Datenräume sicher. Der Ansatz bietet eine belastbare und interoperable Lösung und verbindet regulatorische Compliance mit strategischer Datenhoheit. 

Dr. Birgit Boss, Vorstandsmitglied IDTA

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung