CAD-Software NX stellt nachhaltige Produktentwicklung in den Fokus

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Siemens Digital Industries Software hat Updates für seine Produktentwicklungslösung NX angekündigt – im Mittelpunkt steht die Unterstützung von Konstrukteuren bei der Entwicklung ressourcenschonender Produkte mithilfe von EN15804-basierten Nachhaltigkeitskennzahlen.

Die neue Funktion zur Analyse der Nachhaltigkeitsauswirkungen in NX rückt die Bewertung der Umweltauswirkungen in den Mittelpunkt des Entwicklungsworkflows eines Produkts. (Bild:  Siemens Digital Industries Software)
Die neue Funktion zur Analyse der Nachhaltigkeitsauswirkungen in NX rückt die Bewertung der Umweltauswirkungen in den Mittelpunkt des Entwicklungsworkflows eines Produkts.
(Bild: Siemens Digital Industries Software)

Nachhaltigkeit ist aktuell in jeder Branche ein zentrales Thema – sei es aufgrund von Verbraucherwünschen, von Unternehmenszielen oder von behördlichen Auflagen. Deshalb muss sichergestellt werden, dass die Umweltauswirkungen eines Produkts nicht nur berücksichtigt, sondern bereits in der Entwicklungsphase optimiert werden, denn bekanntlich werden schätzungsweise über 80 Prozent aller produktbezogenen Umweltauswirkungen in der Entwicklungsphase festgelegt.

Von Konstruktionsdaten zu Nachhaltigkeitskennzahlen

Siemens Digital Industries Software hat eine neue Funktion zur Analyse der Nachhaltigkeitsauswirkungen in NX integriert, die die Bewertung der Umweltauswirkungen in den Mittelpunkt des Entwicklungsworkflows eines Produkts stellt. Die Software liefert EN15804-basierte Nachhaltigkeitskennzahlen, die sich auf 3D-Konstruktionsdaten in Kombination mit einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Materialempfehlungs-Engine stützen. So können Konstrukteure und Entwickler die Auswirkungen von Konstruktionsentscheidungen und Materialauswahl auf Grundlage einer umfassenden Sammlung von mehr als 30 Umweltauswirkungen berechnen, bewerten und optimieren. Die Software kombiniert dies mit einem vollständigen, in die 3D-Konstruktion integrierten Nachhaltigkeitsbericht.

Ein umfassender Workflow ermöglicht es einem Hersteller, die Herausforderungen der Produktkomplexität und -optimierung zu bewältigen. Er tut dies mit einem neuen Satz intelligenter, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Tools. Diese unterstützen ihn nicht nur bei der Erfüllung seiner Funktionsanforderungen, sondern auch bei der Reduzierung der Umweltauswirkungen.

Dr. Ken Versprille, Executive Consultant, CIM Data

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Daten sind übergreifend verfügbar

Dank des integrierten Charakters des Siemens Xcelerator-Portfolios sind dieselben Daten für eine weitere Wiederverwendung in nachgelagerten Bereichen und in Verbindung mit dem gesamten Unternehmen verfügbar. Umweltziele und -anforderungen für die Konstruktion können dann aus den Anforderungen, die in Teamcenter erfasst sind, abgeleitet und für die Validierung von Anforderungen und Umweltpunkten verwendet werden.

Nachhaltige Produktentwicklung

Auch Thema auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2023

Nach der erfolgreichen Erstveranstaltung im vergangenen Jahr lädt konstruktionspraxis am 19. Oktober 2023 zum zweiten Konstruktionsleiter-Forum nach Würzburg ein. Das Konstruktionsleiter-Forum will für die Herausforderungen der Produktentwicklung des 21. Jahrhunderts sensibilisieren sowie Lösungen aufzeigen. Mehr denn je steht aktuell die Nachhaltigkeit von Prozessen und Produkten im Fokus – sowohl regulatorische Vorgaben als auch das Bewusstsein der Gesellschaft verlangen es. Auch auf dem Konstruktionsleiter-Forum werden der Schutz der Ressourcen und aktuelle Vorgaben Thema sein:

  • So stellt Jörg Weißkopf von Simus Systems eine Lösung vor, die den Product Carbon Footprint anhand des 3D-Modells berechnet. Dazu wird das CAD-Modell von Fertigungsteilen systematisch analysiert und Fertigungsverfahren, Bearbeitungsschritte und Maschinen automatisiert zugeordnet.
  • Darüber hinaus geht es um die Circular Economy und wie Strukturbauteile aus Holz, die nach der Methode „Design for Sustainability“ entwickelt wurden, alle wichtigen Kennzahlen verbessern: weniger Gewicht, weniger Teile, weniger unterschiedliche Materialien, weniger Emissionen. Vorstellen wird diesen Ansatz Stefan Könsgen von BMW.

Tipp: Bis zum 30. Juni 2023 gibt es noch das Frühbucherticket für das Konstruktionsleiter-Forum! Parallel findet wieder das Produktionsleiter-Forum des MM Maschinenmarkts statt, sodass alle Teilnehmer die Möglichkeit für interdisziplinäres Networking haben, die Fachvorträge der beiden Foren hören und die gemeinsame Fachausstellung besuchen können. Frühbucherticket sichern.

Neues für die konstruktionsbegleitende Simulation in NX

Der Druck auf Entwicklungsteams, intelligentere und anspruchsvollere Produkte zu liefern, steigt ständig. Die Systemkomplexität nimmt ständig zu, während die Ressourcen in Entwicklung und Konstruktion schwinden. Dies führt dazu, dass die Idee der Simulation während des Entwicklungsprozesses zur Validierung von Produktkonzepten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig wird die Simulation immer noch als komplexer Prozess wahrgenommen, für den man einen Experten benötigt.

Um die Leistungsfähigkeit der Simulation in die frühe Phase des Konstruktionsprozesses zu bringen, führt Siemens die Performance Predictor-Funktion in NX ein. Diese nutzt die Leistung von aktueller Grafikprozessor-Hardware (GPU), um Simulationsergebnisse nahezu in Echtzeit direkt in das Konstruktionswerkzeug zu liefern. Nach der Anwendung von Rand- und Belastungsbedingungen sowie Materialien können Teile in Echtzeit simuliert werden. Die Ergebnisse werden direkt in das 3D-Modell eingeblendet. Dies bedeutet, dass die Geometriebearbeitungswerkzeuge von NX gleichzeitig verwendet werden können, um ein Design in Echtzeit zu bearbeiten, zu simulieren und zu verfeinern.

Dieselbe Technologie lässt sich für parametrisch gesteuerte Studien mithilfe des Design Space Explorer in NX nutzen. So können zielgerichtete Optimierungsstudien mit mehreren Parametern in einem Bruchteil der Zeit, die traditionell für solche Aktivitäten benötigt wird, definiert und gelöst werden, teilt Siemens mit. Darüber hinaus lassen sich diese einmal definierten Simulationsdaten in den Simcenter-Softwareprodukten für Simulationen im weiteren Verlauf des Projekts wiederverwenden.

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