Lopec 2026 Neue Schlüsselmaterialien für gedruckte Elektronik

Quelle: INM 2 min Lesedauer

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Gedruckte Elektronik ist ein echtes Multitalent: Sie passt sich Unebenheiten an, meistert jede Biegung, kann auf unterschiedlichen Substraten aufgebracht werden und ist zudem kostengünstig herstellbar. Auf der Lopec stellt das INM u.a. leitfähige Tinten mit maßgeschneiderten Eigenschaften vor.

Textilintegriertes Heizelement auf einem Laufshirt - möglich dank funktionaler Tinten.(Bild:  INM)
Textilintegriertes Heizelement auf einem Laufshirt - möglich dank funktionaler Tinten.
(Bild: INM)

Je nach Anwendung müssen gedruckte elektronische Strukturen unterschiedliche Anforderungen erfüllen – etwa in Bezug auf Leitfähigkeit, Flexibilität oder Dehnbarkeit. Abhängig davon, welche Funktion im Vordergrund stehen soll, müssen die verwendeten Tinten über besondere Eigenschaften verfügen. Forschende des INM haben daher Spezialtinten mit spezifischen Funktionalitäten entwickelt. Sie sind, je nach Bedarf, besonders dehnbar oder temperatursensibel.
 

Maßgeschneiderte Tinten für gedruckte Elektronik

Die Forschenden zeigen auf der Lopec 2026, die vom  25. bis 26. Februar in München stattfindet, unter anderem folgende maßgeschneiderte Tintenvarianten:
 

  • Eine Tintenvariante wurde für energiesparende, selbstregulierende Heizsysteme entwickelt. Mit ihrer kohlenstoffbasierten Zusammensetzung eignet sie sich optimal für beheizbare Wearables, Batterieheizungen, Smart-Building-Anwendungen und Anwendungen in der Automobilindustrie.
  • Eine zweite Variante ist dank hybrider leitfähiger Füllstoffe und dehnbarer Materialien temperatursensibel. Sie soll sich perfekt für Industriesensoren eignen, da sie eine stabile Leistung bei der Erfassung und Überwachung von Temperaturen unter verschiedenen Umweltbedingungen bietet. Am Stand des INM demonstriert das Unternehmen Flextem die Anwendung der INM-Tinten in ihren Temperatursensoren.
  • Eine weitere Tinte überzeugt den Angaben zufolge durch ihre Leitfähigkeit und hohe Zuverlässigkeit unter mechanischer Belastung. Sie ist siebdruckfähig und eignet sich für Anwendungen, die flexible oder dehnbare leitfähige Materialien erfordern. Die elastische Tinte wurde bereits in der industriellen Praxis getestet und erfolgreich validiert.

Hochflexible Elektrofluide für weiche elektronische Bauteile

Als innovatives Material für den Druck weicher elektronischer Bauteile stellt das INM zudem sogenannte Elektrofluide vor. Dabei handelt es sich um besonders weiche, flüssige Materialien, in denen winzige leitfähige Partikel in einer nichtleitenden Grundsubstanz ein feines, dynamisches Netzwerk bilden, das Stromfluss ermöglicht. Dieses Netzwerk ordnet sich bei Dehnung oder Bewegung immer wieder neu an, sodass das Material auch beim Biegen, Drücken oder Strecken funktionsfähig bleibt.
 

Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien auf der Lopec 2026: Stand B0.610

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