Dichtungen

Neue Glasfaserdichtung mit erweiterten Einsatzmöglichkeiten

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Mineralfasern der neuen Dichtung sind multidirektional ausgerichtet

Um die Festigkeit der Glasfaserdichtung zu verbessern, musste die dreidimensionale mechanische Stabilität erhöht werden. Um dies zu erreichen, mussten die Fasern daran gehindert werden, sich ausschließlich in Längsrichtung zu orientieren.

Ein von Trelleborg Sealing Solutions speziell entwickeltes neuartiges Produktionsverfahren sorgt jetzt dafür, dass die Fasern multidirektional und nicht mehr nur in der Längsrichtung ausgerichtet werden. Diese Eigenschaft verstärkt ganz besonders die Festigkeit in Querrichtung bzw. gegen Zug und Druck.

Ein weiterer Vorteil: In Verbindung mit der reduzierten Leckageneigung entlang der einzelnen Fasern können nun auch längere Glasfasern eingebracht werden, was ebenfalls der Festigkeit zugute kommt.

Ergebnis dieses vielfach verbesserten Herstellprozesses ist die neue Glasfaserdichtung HiMod FlatSealTM 15 von Trelleborg. Diese Dichtung eignet sich aufgrund ihrer sehr hohen mechanischen Belastbarkeit ideal für den Einsatz bei hohen Drücken und Temperaturen: Sie widersteht hohen Umgebungstemperaturen ebenso wie Druckbelastungen bis 90 bar.

Dank der deutlich verbesserten Leckageeigenschaften in Verbindung mit dem Werkstoffmix ergibt sich eine sehr gute chemische Beständigkeit gegenüber den verschiedensten Medien wie z.B. Öle, Treibstoffe oder Kohlenwasserstoffe. Die Flachdichtung verfügt über die Zulassungen BS7531, DVGW, KTW, BAM, TA Luft und WRAS.

Bei den physikalischen Kennwerten für ein 2 mm dickes Probenmaterial ergeben sich folgende Werte (Auszug):

  • Druckstandfestigkeit nach DIN 52 910 bei 300° C: 28 N/mm2.
  • Zugfestigkeit nach DIN 52 910, längs: 21 N/mm2, quer: 9 N/mm2.
  • Zusammendrückung nach ASTM F 36 J: 7 %.
  • Warmsetzwert nach DIN 28 090-2: 12 %.
  • Rückfederung: 62 %.

Typischerweise kommen diese Dichtungen in sehr anspruchsvollen Bereichen wie beispielweise Flugzeuggetrieben, Pumpen oder Hydrauliksystemen zum Einsatz. Der Maschinen- und Anlagenbau, die Gas- und Wasserversorgung oder Hersteller von Kompressoren, Antrieben und Motoren greifen ebenfalls auf diese Dichtungen zurück.

Durch den breiteren Einsatzbereich der HMF15 mit dem verbesserten Werkstoffmix profitieren Erstausrüster zusätzlich von einem reduzierten Lagerhaltungs-, Bestell- und Verwaltungsaufwand. Gegenüber Dichtungen mit Metalleinlagen kommt darüber hinaus noch ein nicht unerheblicher Preisvorteil hinzu. (jv)

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