Schweißen Neue Generation des bewährten Schweißbrennersystems Power Joint

Redakteur: Brigitte Michel

Power Joint lite heißt die neue Generation der Brennersysteme von SKS für das roboterunterstützte Lichtbogenschweißen. Seit der Einführung des ersten endlos drehbaren Brenners Power Joint im Jahre 2004 haben sich Schweißexperten über 5000 Mal für diese Lösung entschieden. Jetzt realisieren seine Erfinder den nächsten Innovationsschritt:

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Neues Brennersystem Power Joint lite.
Neues Brennersystem Power Joint lite.
(Bild: SKS)

Ein integrierter Puffer federt im Falle einer Kollision die Auslenkung ab; gleichzeitig schaltet die Achssensorik den Roboter ab. Er stoppt so kurzfristig, dass der Brenner weder beschädigt noch sein TCP verschoben wird. Mit der eingesparten Abschaltdose entfallen auch die sonst üblichen Störungen im Roboterschweißsystem. Neben dem Gewinn der erhöhten Verfügbarkeit spart der Anwender rund 20 % der Investition des Brennersystems.

„Weniger ist mehr. Dieses Prinzip setzen wir bezüglich Qualität, technischem Aufwand, Fehlermöglichkeiten und Kosten mit dem Power Joint lite um. Unseren Kunden nutzt das mehrfach“, fasst Thomas Klein, für Technik und Entwicklung verantwortlicher Geschäftsführer von SKS die Vorteile des neuen Schweißbrenners zusammen. Im Unterschied zu konventionellen Brennern entwickelt man das System strikt roboterspezifisch. Die Achssensorik der Schweißroboter mit innenliegenden Leitungen für Elektrodendraht und Versorgungsmedien erkennt sofort Lastveränderungen. Deshalb reagiert die Robotersteuerung sehr kurzfristig auf den erhöhten mechanischen Widerstand, wenn der Brenner das Werkstück berührt. Ein einfaches Puffersystem im Power Joint lite überbrückt die kurze Zeitspanne zwischen Berührung und Stopp des Roboters, indem sie die Auslenkung des formstabilen Brennerhalses abfedert. Anschließend justiert das Puffersystem den Brennerhals in seine Ausgangsposition. Wegen der Steifigkeit des Brennerhalses bleibt der TCP (Tool Center Point) erhalten. Beim Restart kann die Robotersteuerung deshalb den Brenner wieder exakt am Endpunkt der geschweißten Naht positionieren.

Das technische Arbeitsprinzip und seine Vorteile übernimmt die neue Brennergeneration vom Vorgänger. Die Drehkupplung rotiert ohne Anschlag, das heißt auch über 360° hinaus. Sie überträgt Strom, Gas, Luft und den Draht. Das Programmieren und Ausführen von Umorientierungen entfällt.

Der Brenner erreicht jeden Punkt auf dem kürzesten Weg. Dies reduziert Nebenzeiten sowie Kosten deutlich. Prozessarmroboter, das heißt solche mit integrierten Brennerkabeln und Medienführungen, profitieren besonders: Die Torsionsbelastung der Zuführungen zum Brenner entfällt; die Standzeit und Lebensdauer steigen. Power Joint wie Power Joint lite sind luftgekühlt. So entfallen sämtliche Bauteile für Wasserkühlung und damit Ersatzteile, weiter Risiken für Lecks sowie Feuchtigkeitsschäden. (bm)

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