Dosier- und Mischtechnik Neue 2K-Kunstharz-Verarbeitungsanlage vorgestellt

Quelle: Tartler

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Beim präzisen Dosieren, Mischen oder Applizieren kleiner Kunstharzmengen kommen die MDM-Verarbeitungsanlagen von Tartler zum Einsatz. Nun hat das Unternehmen die Baureihe erweitert. Das neue Modell MDM plus verfügt bereits über einige Merkmale der großen Nodopur-Anlagen.

Mit der neuen MDM plus bietet Tartler eine kompakte Systemlösung für die Verarbeitung kleiner Kunstharzmengen, die mit ihrer speziellen technischen Ausstattung zu den großen Dosier-, Misch- und Applikationsanlagen der Nodopur-Serie aufschließt.(Bild:  Tartler)
Mit der neuen MDM plus bietet Tartler eine kompakte Systemlösung für die Verarbeitung kleiner Kunstharzmengen, die mit ihrer speziellen technischen Ausstattung zu den großen Dosier-, Misch- und Applikationsanlagen der Nodopur-Serie aufschließt.
(Bild: Tartler)

Man könnte sie als großen Bruder der MDM-Systeme bezeichnet oder als kleine Schwester der Nodopur-Anlagen: Mit der neuen MDM plus bietet Tartler ab sofort eine kompakte Systemlösung für die Verarbeitung kleiner Kunstharzmengen, die mit ihrer speziellen technischen Ausstattung zu den großen Dosier-, Misch- und Applikationsanlagen der Nodopur-Serie aufschließt.

Das neue Modell setzt sich von den kleineren Tisch- und Gestellgeräten der MDM-Familie durch folgende Merkmale ab:

  • eine höhere Ausstoßleistung von bis zu 6,5 kg/min,
  • je einen separaten Antrieb für jede Komponente,
  • die Option einer integrierten Volumenstromregelung und
  • ein 7-Zoll-Touchpanel.
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Im Gegensatz zu einer Nodopur-Anlage ist die MDM plus extrem platzsparend und steht zu einem deutlich niedrigeren Preis zur Verfügung. „Die neue Anlage ist das Optimum für all jene Kunstharz-Verarbeiter, die mittlere Mengen verarbeiten und wenig Stellfläche zur Verfügung haben, dennoch aber von den Vorteilen der modernen Prozesstechnik in Gestalt einer leistungsfähigen Kompaktlösung profitieren wollen“, erklärt Firmenchef Udo Tartler.

Mobiler Grundaufbau mit Auffangwanne

Optisch markiert die neue MDM plus ihre Sonderstellung durch einen mobilen Grundaufbau mit Auffangwanne, wie er bislang vorrangig den größeren Anlagen des Tartler-Portfolios vorbehalten war. In der Standardversion kann der Anwender wählen zwischen Behältern mit 3 l bis 60 l Fassungsvermögen. Zudem verfügt die Anlage über eine Füllstandsanzeige für beide Komponenten und ist mit dem Mischkopf LC5/3 aus dem Portfolio des Unternehmens ausgestattet. Dieser hochwertige Mischkopf lässt sich mit rotierenden Einwegmischern aus Kunststoff bestücken – womit die Notwendigkeit entfällt, flüssige Spülmittel einsetzen zu müssen. Weitere wichtige Leistungsmerkmale der neuen Kompaktlösung von Tartler sind die Wahlmöglichkeit zwischen elektrischen und pneumatischen Rührwerken für die Komponenten sowie der Silikagelfilter für die B-Komponente (z.B. Härter).

Darüber hinaus bietet die MDM plus die Möglichkeit, kleine Rezirkulationen der Komponenten durchzuführen. Hierbei wird das unvermischte Material in Dosierpausen aus den Behältern durch die Pumpen und – sofern vorhanden – den Volumenstromzähler und zurück in den Behälter bewegt. Dadurch kann die benötigte Temperatur gehalten werden und es lassen sich ohne Materialverlust Einstellungen an der Maschine vornehmen. Außerdem wird verhindert, dass sich Füllstoffe durch den Stillstand des Materials im Dosierschlauch absetzen. Vor der Dosierung wird die Rezirkulation abgeschaltet.

Die MDM plus ist der Brückenschlag zwischen unseren portablen Systemen für die Kleinmengen-Verarbeitung und unseren großen Nodopur-Anlagen, die bis zu 50 l Kunstharz pro Minute dosieren und mischen. Gleichzeitig bereichert sie die MDM-Familie um eine weitere Kompaktlösung.

Firmenchef Udo Tartler

Fünf Modelle für Kleinmengen-Verarbeiter

„Die MDM plus ist der Brückenschlag zwischen unseren portablen Systemen für die Kleinmengen-Verarbeitung und unseren großen Nodopur-Anlagen, die bis zu 50 l Kunstharz pro Minute dosieren und mischen. Gleichzeitig bereichert sie die MDM-Familie um eine weitere Kompaktlösung“, sagt Udo Tartler. Kleinmengen-Verarbeiter können nun also aus insgesamt fünf Modellen auswählen:

  • 1. Das Einstiegssystem MDM 3 verfügt über elektrisch angetriebene Dosierpumpen und Containerports zum Anschluss der Originalgebinde der Materiallieferanten. Es gibt bei einem Mischungsverhältnis von 100:100 bis zu 0,7 l Material pro Minute aus (die konkrete Ausgabemenge richtet sich stets nach den Viskositäten, Mischungsverhältnissen und Schlauchlängen). Das Tischgerät wird mit 220 V und ohne externe Druckluft betrieben.
  • 2. Den Übergang zur maschinellen Dosier- und Mischtechnik erlaubt das Tischgerät MDM 4. Es lässt sich durch verschiedene Pumpen-Konstellationen und je nach Mischungsverhältnis und Viskosität der Komponenten auf Ausgabemengen von 0,5 bis 0,8 l/min abstimmen. Hier sind Dosierverhältnisse von 100:10 bis 10:100 realisierbar. Als Mischkopf kommt ein LC 0/2 zum Einsatz, dessen Einwegmischer über eine flexible Welle von einem frequenzgeregelten Elektromotor in Rotation versetzt wird. Bei den Behältern kann der Anwender zwischen Gebinden mit Volumen von 0,5 bis 100 l wählen. Auch die MDM 4 benötigt zum Betrieb nur 220 V-Netzstrom.
  • 3. Für Kunstharz-Verarbeiter, die variable Ausstoßmengen von 0,05 bis 1,5 l/min und mehr Funktionalität brauchen, gibt es die MDM 5. Die stationär oder mobil nutzbare Anlage erlaubt es, flüssige PU- und Epoxidharze zu gießen, sprühen oder schäumen. Ihre Siemens-Steuerung bietet unter anderem eine Schusszeit-Vorwahl und einen Topfzeitalarm. Die MDM 5 lässt sich mit verschiedenen Tartler-Mischköpfen ausstatten und kann mit unterschiedlichen Gebinden, Rührwerken und Heizungen für Behälter, Schläuche und Mischkopf bestückt werden. Sie arbeitet mit 220 Volt und Druckluft (6-8 bar).
  • 4. Für Ausstöße von bis zu 3,5 l/min ausgelegt ist die MDM 6, die sich ebenfalls zum Gießen, Sprühen und Schäumen eignet. Neben weiteren Funktionen ermöglicht es ihre Steuerung, kleine und große Rezirkulationen der Komponenten durchzuführen. Bei der großen Rezirkulation fließt das Material zusätzlich auch durch den Mischkopf und die Maschine ist in Sekundenschnelle schussbereit. Die MDM 6 kann mit Behältern mit Volumen von 3,0 l bis 100 l betrieben werden.
  • 5. Die neue MDM plus schließt mit ihrem deutlichen höheren Ausstoß und ihrer erweiterten technischen Ausstattung zu den großen Anlagen der Nodopur-Serie auf.

Zahlreiche Komponenten für kundenspzifische Anpassung

Für alle MDM-Anlagen von Tartler gilt: Basierend auf dem Modularitäts-Programm des Unternehmens lassen sie sich mit zahlreichen Komponenten kundenspezifisch anpassen – etwa mit Fahrgestellen, Nachfüll-Kits, Beheizungs- und Entgasungssystemen. „Zudem begleiteten wir jeden Anwender bei jedem weiterführenden Schritt auf die nächsthöhere Stufe der maschinellen und automatisierten Kunstharz-Verarbeitung“, betont Udo Tartler.

Dorn statt Haken

Kunstharz-Verarbeitung weiter automatisieren

Vielerorts ist der Wechsel der Einwegmischer immer noch eine nervige Angelegenheit, da die Mischwendel (Mischspirale) über eine Öse mit einem Haken am drehangetriebenen Anschlussflansch des Mischkopfes befestigt werden muss. Dies läuft allerdings dem Wunsch nach weiterer Automatisierung in der Kunstharz-Verarbeitung zuwider. Tartler entwickelte daher einen angetriebenen Mischeranschluss mit Selbstschneide-Gewinde, dessen konischer Gewindedorn sich sekundenschnell in die mit einer geeigneten Bohrung versehene Mischwendel hineindrückt. Ohne manuelles Zutun entsteht durch diese „Selbst-Montage“ eine passgenaue, kraftschlüssige Verbindung zwischen Mischwendel und Anschlussflansch, die mit zunehmendem Drehmoment fester schließt.

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