K 2025
Wie kommuniziert man Nachhaltigkeit?

Von Chris Lefteri, Experte auf dem Gebiet des Material Design 7 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie vermittelt man den Wert der Nachhaltigkeit durch Farbe, Materialien und Kunststoffveredelung? Eine Einschätzung von Chris Lefteri, international anerkannter Experte auf dem Gebiet des Material Design

Einer der großen Trends bei nachhaltigen Materialien in den letzten Jahren war die gesprenkelte Ästhetik. Ob aus Naturfasern oder anorganischen Füllstoffabfällen – diese Effekte lenken die Materialgeschichte in eine bessere Richtung.(Bild:  Chris Lefteri)
Einer der großen Trends bei nachhaltigen Materialien in den letzten Jahren war die gesprenkelte Ästhetik. Ob aus Naturfasern oder anorganischen Füllstoffabfällen – diese Effekte lenken die Materialgeschichte in eine bessere Richtung.
(Bild: Chris Lefteri)

Die Gestaltung der Ästhetik von Produkten mit nachhaltigen Materialien ist paradox. Wenn man ein wenig nachhaltiges Material durch ein nachhaltigeres ersetzt, aber die Arbeit so gut macht, dass die neue, verantwortungsvollere Version optisch nicht von der ursprünglichen, wenig verantwortungsvollen Version zu unterscheiden ist, stellt sich die Frage: Wohin geht die Nachhaltigkeitsgeschichte und wie kommunizieren man die großartige Leistung?

Wenn das biobasierte, recycelte, kohlenstoffarme oder wie auch immer umweltverträgliche Material, das man verwendet, genau wie der ursprüngliche Kunststoff aussieht, ist es schwierig, die Nachhaltigkeit zu kommunizieren, da das Endergebnis gleich aussieht. Optisch gibt es keinen Unterschied. Das Paradoxe an dem, was wir als Designer tun, ist: In unserem Bestreben, nachhaltig zu sein, verschwindet die Nachhaltigkeitsgeschichte selbst oft. Oder etwa nicht? Diese Frage ist wichtig, weil dem Umweltaspekt so viel Bedeutung beigemessen wird und er zu einem Merkmal der Produktgeschichte wird – mit Produkt meine ich alles von Autoinnenräumen und Haushaltsgeräten bis hin zu Sportartikeln, Unterhaltungselektronik usw.