Elektrische Antriebslösung
Alternative zu Pneumatik und Hydraulik

Von Moog 4 min Lesedauer

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Moog hat eine elektrische Linearantriebslösung mit Servoaktuator vorgestellt, die Pneumatik- und Hydraulikzylinder ersetzen soll.

Das Herzstück der Antriebslösung ist der Servoantrieb aus der neuen MB-Serie.(Bild:  Moog)
Das Herzstück der Antriebslösung ist der Servoantrieb aus der neuen MB-Serie.
(Bild: Moog)

Die neue Linearantriebslösung von Moog besteht aus einem wartungsarmen Servoaktuator der frisch auf den Markt gekommenen MG-Serie, einem passenden Servoregler aus der DX2020-Familie und vorgefertigter Verkabelung. In Größe und Befestigungsmöglichkeit ähneln die Aktuatoren konventionellen Pneumatik- und Hydraulikzylindern. Konstrukteurinnen und Konstrukteure, die bestehende Systme umrüsten wollen, können sich durch das Dimensionierungstool Servosoft helfen lassen. Da eine große Auswahl an Nutzhublängen bis zu 550 mm zur Verfügung steht, gibt es für sehr viele Anwendungen eine geeignete Variante des neuen elektromechanischen Antriebssystems (EMA). Das EMA sind insbesondere auch geeignet für Aufgaben, die für Hydraulik in der Komplexität eine Herausforderung wären und sich mit Pneumatik gar nicht realisieren lassen, zum Beispiel:

  • genaue und wiederholbare automatisierte Positionierung an einem beliebigen Punkt innerhalb des Hubs,
  • in Geschwindigkeit und Kraft geregelte Ansteuerung eines beliebigen Lagepunktes,
  • Bahnkurvenregelung,
  • sanfte Läufe und vieles mehr.

EMA oder Hydraulikzylinder: Was kostet mehr?

Der neue elektromechanische Antrieb hilft dabei, Kosten zu sparen. Auch wenn fallweise die primären Anschaffungskosten eines EMA höher liegen als die einer hydraulischen oder pneumatischen Lösung, amortisiert sich der Antrieb laut Hersteller in kurzer Zeit und spart auf die Lebensdauer gesehen erheblich Kosten. Das liege beispielsweise daran, dass elektromechanische Antriebe nur Leistung benötigen, während sie Arbeit verrichten. Ein „auf-Druck-Halten des Vorratstanks“, um Leistung zur Verfügung zu haben, entfalle völlig, was zu erheblichen Energieeinsparungen führe, argumentiert das Unternehmen, das auch elektrohydraulische und hybride Lösungen anbietet. Ein Energiefresser im hydraulischen System ist demnach auch die Temperaturhaltung des Arbeitsmediums (Heizen/Kühlen).