Schweißen Mikroschweißen für die Medizintechnik

Redakteur: Juliana Schulze

Mit dem Laser-Mikroschweißgerät Tolas 1 von Arteos ist es möglich, hauchdünne Folien und ultrafeine Drähte dauerhaft miteinander zu verbinden. Mit einem elektrisch zwischen 10 und

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Mit dem Laser-Mikroschweißgerät Tolas 1 von Arteos ist es möglich, hauchdünne Folien und ultrafeine Drähte dauerhaft miteinander zu verbinden. Mit einem elektrisch zwischen 10 und 50 µm fokussierbaren Laser schweißt das gerät nicht nur - es kann auch zum Bohren, Schneiden und Strukturieren verwendet werden. Das Schweißgerät verwendet einen gepulsten Nd:YAG-Laser mit einer Nennleistung von 5 W, dessen Licht mit einer Wellenlänge von 1064 nm im nicht-sichtbaren infaroten Spektrum liegt. Der Spotdurchmesser des Laserstrahls ist dabei im Bereich von 10 µm bis 50 µm elektrisch einstellbar. Damit sorgt der Laser, dass die zu verschweißenden Materialien nur in ganz definierten, kleinen Bereichen verflüssigt und dadurch verbunden werden. Das minimiert nicht nur den thermischen Stress für die Bauteile, sondern sorgt vor allem dafür, dass sich die Objekte nicht verziehen. Das ist besonders wichtig, wenn zum Beispiel eine dünne Folie auf einen vergleichsweise dicken Ring aufgeschweißt wird.

Steuerung über einen Touchscreen

Die wichtigsten Funktionen des Schweißgeräts werden über einen Touchscreen gesteuert. Mit einer Grundfläche von 400 x 500 mm braucht das Gerät nur wenig Standfläche. Die Anschlussleistung beträgt 1 kW. Damit der Anwender die Qualität der Schweißung sofort prüfen kann, ist ein Stereomikroskop mit 16-facher Vergrößerung am Gerät angebaut. Über die USB-Schnittstelle können Einstellungen und Daten ausgelesen bzw. eingespeichert werden. Neben der Medizintechnik eignet sich das Gerät auch für Aufgaben in der Sensorfertigung, der Feinmechanik oder bei der Fertigung elektronischer Bauteile, wie Leitungshalbleiter.

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