Gleitlager
Hauptgetriebe in WKA als Role Model

Von Dr. mont. Philipp Bergmann, System-Engineer für Zukunftsthemen bei Miba Bearing 4 min Lesedauer

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Miba hat seine Gleitlagertechnologie in Windkraftanlagen (WKA) etabliert. Der Weg, den das Unternehmen dabei ging, lässt sich auf andere Branchen übertragen. Erfahren Sie, worauf bei der Integration der Gleitlagertechnologie geachtet werden sollte.

Montage in luftiger Höhe: Ein Anwendungsgebiet für Gleitlager sind die Hauptgetriebe von Windkraftanlagen. (Bild:  TimSiegert-batcam - stock.adobe.com)
Montage in luftiger Höhe: Ein Anwendungsgebiet für Gleitlager sind die Hauptgetriebe von Windkraftanlagen.
(Bild: TimSiegert-batcam - stock.adobe.com)

Das Unternehmen Miba beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Entwicklung und Produktion von Gleitlagern für Hauptgetriebe von Windkraftanlagen. Seit seinen ersten Schritten in der Windindustrie hat es einen bemerkenswerten Weg hinter sich gebracht. Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit wurden Tests bestanden und Gleitlager wurden bei Kunden am Prüfstand erfolgreich validiert.

Im Jahr 2019 erreichte die Firma einen Meilenstein für den Einsatz ihrer Gleitlager in Windenergieanlagen: die Validierung mit beeindruckenden Ergebnissen aus Turbinentests. Mit diesem Erfolg war der Weg für Miba-Gleitlager in Hauptgetrieben von Windkraftanlagen geebnet. Heutzutage wird diese Technologie vor allem in den Planetenstufen höherer Leistungsklassen (ab circa drei Megawatt) eingesetzt, um hohe Leistungsdichten zu erreichen: Durch den Einsatz von Gleitlagern wird der notwendige Bauraum für Planetenlager auf wenige Millimeter reduziert. Dadurch können Planetenstufen kleiner gebaut und die Dimensionen und das Gewicht eines solchen Getriebes erheblich reduziert werden.