Schweißen Meyer Werft setzt beim Schweißen auf Lasertechnologie

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Der Papenburger Schiffbauer Meyer Werft erweitert seine Laserschweißanlage zum Schweißen von Schiffsbleche um zwei TruDisk Scheibenlaser und einen TruFlow CO2-Laser von Trumpf.

Anbieter zum Thema

Die Meyer Werft hat im Zuge des Ausbaus ihrer Produktionskapazitäten Trumpf einen Auftrag über zwei TruDisk 10003 und einen TruFlow 12000 erteilt. Die Papenburger Schiffbauer werden mit den beiden Scheibenlasern und dem CO2-Laser die schon bestehenden Laserschweißanlagen erweitern. In diesen setzt die Werft schon seit vielen Jahren CO2-Laser von Trumpf zum Schweißen ihrer Schiffsbleche ein.

Reproduzierbare Prozessergebnisse unabhängig von den Umgebungsbedingungen

Der Vorreiter bei der Verwendung von Lasertechnologie im Schiffbau wird den TruDisk 10003 Scheibenlaser zum Schweißen von I-Stößen einsetzen. „Im Vorfeld haben wir mehrere Laserstrahlquellen ausprobiert, um den für uns optimalen Laser zu finden“, sagt Herman Lembeck, Leiter Stahlvorfertigung bei der Meyer Werft.

Nach umfangreichen Vergleichtests hat der Scheibenlaser TruDisk 10003 mit einer Leistung von 10 Kilowatt die Schiffbauer aufgrund seiner sehr guten Schweißergebnisse und seiner hohen Prozesssicherheit überzeugt. Zudem sprach die absolute Leistungsregelung für den Scheibenlaser von TRUMPF.

„Reproduzierbare Prozessergebnisse unabhängig von den Umgebungsbedingungen sind für uns eine entscheidende Anforderung für den späteren Produktionsbetrieb“, so Lembeck.

Den Scheibenlaser setzt die Meyer Werft erstmals zum Laser- Hybridschweißen im Dickblechbereich ein. Hier profitiert die Werft zusätzlich von den Vorteilen der Strahlführung über Laserlichtkabel, da der Scheibenlaser unabhängig vom Bearbeitungsort aufgestellt werden kann. Dies erhöht die Flexibilität in der Produktion und bietet den Papenburger Schiffbauern deutliche Vorteile bei der Bearbeitung der immer größer werdenden Schiffbaubleche.

Größte bisher in Deutschland gebautes Kreuzfahrtschiff

Der jüngste Neubau der Meyer Werft hat in der Nordsee bereits ihre technische und nautische Erprobung erfolgreich absolviert. Bei zeitweilig sehr schlechtem Wetter stellte das Schiff seine Seetauglichkeit unter Beweis. Vor der Übergabe an die Reederei Celebrity Cruises (Miami) bekam sie bei Blohm + Voss noch eine abschließende Dockung. Dabei wurden letzte Einstellungsarbeiten an den Bugstrahlern und Stabilisatoren vorgenommen. Das Schiff ist so konzipiert, dass die nächste Klassedockung erst wieder in fünf Jahren vorgenommen werden muss.

Die Celebrity Solstice ist mit 122.000 BRZ das bisher größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Das Schiff hat eine Länge von 317,2 Metern und eine Breite von 36,8 Metern und bietet 2850 Passagieren in 1425 Kabinen Platz.

(ID:278825)