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Hochfeste Verschraubungen müssen Schwingungskräfte auffangen
Zu den am höchsten belasteten Massivumformeilen bei Windenergieanlagen gehören auch zahlreiche hochfeste Schrauben mit Gewindedurchmessern bis zu 64 mm, die in der Regel durch Warmflieβpressen und Gewinderollen hergestellt werden. Bei Stahlbautürmen müssen solche Schrauben beispielsweise sämtliche Schwingungskräfte auffangen, die vom Rotor über den Hebelarm des Turms auf den Mastfuβ übertragen werden. Insbesondere im Offshorebereich ist ein massiver Korrosionsschutz durch Feuerverzinkung unumgänglich, obwohl hierbei die Dauerschwingfestigkeit des Materials durch die hohen Temperaturen des Feuerverzinkens beeinträchtigt werden kann. Da auch hier die optimale Materialausnutzung eine entscheidende Rolle spielt, untersuchten Dr.-Ing. Uwe Hasselmann (VDI) und Dipl.-Ing. (FH) Tobias Braun (Peiner Umformtechnik GmbH) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt die Auswirkungen des Feuerverzinkens auf die Schwingfestigkeit solcher Schrauben. Dabei zeigte sich, dass dank fertigungstechnischer Maßnahmen in bestimmten Fällen die Schwingfestigkeitswerte großer Schrauben auch im feuerverzinkten Zustand so hoch sind, dass bei der Berechnung kein Abminderungsfaktor für die Feuerverzinkung erforderlich ist. Dies ermöglicht u. a. die Dimensionierung von Ringflanschverbindungen mit weniger oder kleineren Schrauben, was wirtschaftlich von Vorteil sein kann, da dies auch die Flanschabmessungen positiv beeinflusst. (qui)
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