Autonomer mobiler Roboter Logistikprozesse kostengünstig automatisieren

Von Igus 4 min Lesedauer

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Autonome mobile Roboter (AMR) gelten als teuer und komplex zu integrieren. Das muss nicht sein: Der Low-Cost-AMR Rebel Move von Igus lässt sich innerhalb einer Stunde in Betrieb nehmen und an die Arbeit schicken.

Einfach installiert und schnell amortisiert: Der Rebel Move von Igus ermöglicht den kostengünstigen Einstieg in die Automatisierung von Logistikprozessen. (Bild:  Igus GmbH)
Einfach installiert und schnell amortisiert: Der Rebel Move von Igus ermöglicht den kostengünstigen Einstieg in die Automatisierung von Logistikprozessen.
(Bild: Igus GmbH)

Angesichts  von Fachkräftemangel und zunehmendem Wettbewerbsdruck suchen Unternehmen nach einer Möglichkeit, ihre Produktivität und Effizienz durch automatisierte Prozesse zu sichern und im Idealfall gleichzeitig zu steigern. Für logistische Prozesse bieten sich Autonome Mobile Roboter (AMR) als Lösung an, die etwa Kisten mit Bauteilen transportieren und Mitarbeitende von zeitfressenden Fußwegen entlasten. 

Diese Lösung hat meist einen Haken, der nicht unmittelbar ins Auge fällt: Nach dem Kauf des ersten Fahrzeugs für typisch rund 50.000 Euro fallen versteckte Kosten an, beispielsweise für einen Systemintegrator sowie Lizenzgebühren für die Flotten-Management-Software. „Es ist, als würde man ein Auto ohne Räder kaufen. Meist liegen Komplettpreise dann bei über 90.000 Euro“, erklärt Alexander Mühlens, Leiter Geschäftsbereich Low-Cost-Automation beim Kölner Unternehmen Igus. „Solche Erfahrungen führen leider oft dazu, dass Betriebe weitere Automationsprojekte scheuen – dabei sind diese für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit entscheidend.“

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Mit seiner Online-Plattform RBTX für Low-Cost-Robotik verfolgt Igus daher einen anderen Ansatz, um Unternehmen jeder Größe bei der Automatisierung zu unterstützen. „Eines unserer AMR-Modelle, der Rebel Move, kostet knapp 31.000 Euro und lässt sich nach dem Plug-and-Program-Prinzip schon innerhalb einer Stunde in Betrieb nehmen – bei maximaler Transparenz, ganz ohne teuren Systemintegrator und ohne Zusatzkosten. So bieten wir einen Kostenvorteil von rund 40 Prozent gegenüber anderen Herstellern und einen schnellen Return on Investment von etwa sechs bis acht Monaten“, erklärt Mühlens.

Antwort auf den Arbeitskräftemangel

Entwickelt hat Igus die autonomen mobilen Roboter, weil das Unternehmen selbst Antworten auf den Arbeitskräftemangel suche, so Mühlens. Der Rebel Move kommt bei Igus als autonomes Shuttle zum Einsatz, das unter anderem Drehstapelbehälter mit Bauteilen von Spritzgussmaschinen abtransportiert. „Unsere Fabrik ist somit der beste Beweis dafür, dass wir unseren eigenen Low-Cost-Produkten vertrauen“, meint Mühlens. 

Herzstück des Rebel Move ist ein kompakter, rechteckiger Transportroboter mit Elektroantrieb – 710 mm lang, 410 mm breit, 270 mm hoch und 35 Kilogramm schwer. Gefertigt ist das Fahrzeug „made in Cologne“ nicht nur aus Metall, sondern auch aus Hochleistungskunststoffen, die zu günstigeren Produktionskosten führen.

Seine Bauweise ähnelt einem Dreibein: Er besitzt drei Hauptrollen, die auf dem Boden aufliegen. In der Mitte befindet sich ein Rad mit Elektroantrieb. Diese stabile Basis sorgt dafür, dass das System auch auf unebenen Flächen oder unregelmäßigen Oberflächen sicher agieren und sogar Kanten überwinden kann. Auf der glatten Oberseite des Rebel Move können Kleinladungsträger (KLT) in den gängigen Formaten 300 x 400 mm und 400 x 600 mm mit einem Gewicht bis maximal 50 Kilogramm platziert werden – mit Zusatzaufbau auch mehr. 

Bis zu acht Stunden Dauereinsatz

Der Roboter kann sich autonom durch Produktions- und Lagerstätten bewegen – mit maximal 4,3 km/h, also etwas weniger als Schrittgeschwindigkeit. Eine Akkuladung reicht für eine Arbeitsschicht von acht Stunden. Dann muss der Rebel Move für rund zwei Stunden an die mitgelieferte Ladestation andocken, die er natürlich auch jederzeit zwischendurch ansteuern kann.

„Die Fahrzeuge, die wir bislang verkauft haben, kommen beispielsweise zum Einsatz, um Maschinen zu entleeren, Handarbeitsplätze zu versorgen oder Werkzeuge bereitzustellen“, sagt Mühlens. Praktisch: Der Rebel Move kann als Unterfahrwagen dienen und bis zu 100 Kilogramm schwere Rollwagen mit kundenspezifischen Aufbauten, etwa einem Werkzeugarsenal, bewegen.

Wem das nicht ausreicht: Für noch mehr Traglast und höhere Geschwindigkeit hat Igus den Rebel Move Pro entwickelt. Er überzeugt mit 2 m/s Geschwindigkeit, 200 kg Traglast und 900 kg Zuggewicht.

Auf die Fläche der AMR kann der Rebel Cobot montiert werden. Dabei handelt es sich um einen Gelenkarmroboter von Igus, der fast vollständig aus Hochleistungskunststoff gefertigt ist. Zudem ist der Cobot mit 8,2 Kilogramm sehr leicht, sodass sich die Reichweite des AMR erhöht. Zum Einsatz kommt der Rebel Move mit Cobot beispielsweise in der Kommissionierung, wo der Gelenkarm mit einer Reichweite von 664 mm Bauteile mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm greifen und in den Kleinladungsträger des AMR legen kann.

Schnell und unkompliziert einrichten

Ein weiterer Vorteil des Rebel Move: die unkomplizierte Inbetriebnahme. „Unsere Kunden können den AMR auspacken und ihn innerhalb von nur einer Stunde einsatzbereit machen“, sagt Mühlens. Einrichtung und Steuerung erfolgen über ein Tablet und eine webbrowserbasierte App, die Kommunikation mit dem Roboter über ein eigenes WLAN-Netzwerk, womit kein eigenes Unternehmens-WLAN benötigt wird.

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Unsere Kunden können den AMR auspacken und ihn innerhalb von nur einer Stunde einsatzbereit machen.

Alexander Mühlens

Das Einrichten erfolgt in drei Schritten: Zunächst bewegt der Betreiber das Fahrzeug mittels Tablet entlang der zukünftigen Arbeitsbereiche. Dabei wird mit einer Technologie namens Simultaneous Localization and Mapping (SLAM) eine 3D-Digitalkarte mithilfe mehrerer Sensoren am AMR erstellt. „Dank dieser 3D-Karte kann sich der Rebel Move nach der Einrichtung autonom bewegen, ohne Leitlinien oder Spuren auf dem Boden zu benötigen“, erklärt Mühlens. Die Einrichtung eines 200 m2 großen Raumes sei in knapp zehn Minuten abgeschlossen.

Im nächsten Schritt kann der Anwender die 3D-Karte in der Webbrowser-App verfeinern, etwa No-go-Areas markieren, die der AMR meiden soll, wie Treppen, Fahrstühle oder Feuerschutztore. Festlegen lassen sich auch Zonen, in denen der AMR mit reduzierter Geschwindigkeit fahren muss. 

Abschließend geht es an die Programmierung, wobei sich Bewegungsprogramme ohne Programmierkenntnisse zusammenklicken lassen. „Der Anwender kann innerhalb von 15 Minuten einfache Jobs programmieren“ so Mühlens. Zudem lasse sich der AMR dank verschiedener IoT- und REST-API-Schnittstellen in bestehende IT-Landschaften integrieren und sei  kompatibel mit diversen externen Flottenmanagementlösungen. Zudem ließen sich optional über physikalische IoT-Devices zum Beispiel Rolltore und andere Komponenten in das WLAN-System des Rebel Move einbinden.