Anbieter zum Thema
Fünfachsiger Laser-Roboter in Aktion
Ein ganz anderes Thema zeigt der Technologieführer mit der Laserbearbeitung. Während das Verfahren im Metallbereich stark etabliert ist, gibt es bei Kunststoff nur wenige Anbieter, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Kuka ist einer davon. Seit fast 20 Jahren beschäftigt sich das Unternehmen mit der Laserbearbeitung von Kunststoffen: Mit dem Systemintegrator Kuka Industries können Kunden nun die komplette Lasertechnik aus einer Hand abbilden lassen.
Auf der diesjährigen Motek zeigt Kuka, wie eine solche Lösung aussehen könnte – etwa, um Vakuum-Perforationen für den Airbag in eine Pkw-Instrumententafel einzubringen („pitchen“). Gezeigt wird ein fünf-achsiger CO2-Laserroboter mit integrierter Strahlführung für die 3D-Materialbearbeitung mit einer Wiederholgenauigkeit von ± 0,05 mm und einer Laserleistung von 450 W. Ein Scanner kann direkt in die Steuerung eingebunden werden, d. h. der Roboter kann „on the fly“ die Vakuumlöcher einbringen. Damit ist die Lösung insgesamt 30 bis 50 % schneller als mit separatem Scanner. Am Stand „schneidet“ der Roboter ein Bauteil aus dem Innenraum eines PKW. In einer Produktions-Linie könnte er thermoplastische Kunststoffe sowie glas- und kohlefaserverstärkte Kunststoffe bearbeiten.
Kein Verschleiß beim CO2-Laserschneiden
Der große Vorteil des CO2-Laserschneidens liegt darin, dass es bei diesem Verfahren – anders als mit herkömmlichen Stanzen – keinen Verschleiß gibt, etwa beim Werkzeug. In der Automobilproduktion können so mehrere Fahrzeugzyklen über die gleiche Anlage laufen. Zudem punktet das Laserschneiden mit hohen Schnittgeschwindigkeiten, da Bauteile nicht direkt berührt werden, wenn der Roboter sie bearbeitet. Und auch wenn es darum geht, flexibel in der Produktion zu reagieren, ist der Laser dem Stanzgerät voraus: es reicht, den Roboter umzuprogrammieren, ohne dass ein Werkzeug aufwändig angepasst werden muss.
Er ist die ideale Lösung für kleine Zellenkonzepte: Der KR 3 Agilus. Das neueste Mitglied der KR Agilus Kleinrobotik-Familie ist innerhalb einer faszinierenden Applikation ebenfalls mit an Bord. Mit 3 kg Traglast und einer Reichweite von 540 mm ist er besonders auf die Bedürfnisse des 3C-Marktes (Computer, Communications und Consumer Electronics) zugeschnitten und passt mit seiner Konstruktion und Qualität perfekt zu den Anlagenlösungen von Kuka Systems. (jv)
Motek 2016: Halle 7, Stand 7214
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