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Beispiel: Linearmodule rationalisieren Sonderanlagenbau
Standardisierten INA-Linearmodule und passgenaues Zubehör ermöglichen wirtschaftlichen Lösungen und einen pragmatischen Automatisierungsgrad im Sondermaschinenbau, hier ein Beispiel: Großformatige EPS-Blöcke selbst herstellen und daraus exakte Styroporteile konfektionieren? Auf den ersten Blick hat das wohl nichts mit Präzisionsmaschinenbau zu tun, auf den zweiten hingegen schon!
Das Systemdach oder die Dächer der Welt – unter diesem Motto hat sich das Familienunternehmen Kluth in Barsinghausen innerhalb weniger Jahre zu einem Spezialisten für Gefälledächer aus Leichtmaterial entwickelt. Planung, Produktion und genaue Aufmaß-Konfektionierung kommen dabei aus einer Hand - ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Branche. Die Dächer bzw. die betreffenden Bauelemente wie Dämmplatten (Dämmkeile), Voll- und Akustik-Sickenfüller, Gegengefällekeile, Dachrandkeile, Kesselsegmente, Fugenprofilfüller, Dehnungsfugenkeile und dergleichen mehr werden aus hochwertigen, DIN-gerechten Materialien wie Polystyrol, Polyurethan und Mineralwolle nach Norm gefertigt.
Um die Qualität der unterschiedlichen Baustoffe sicherzustellen, deckt das Unternehmen die gesamte Prozesskette ab und produziert zum Beispiel das Polystyrol selbst in eigenen Großschäumanlagen in Blockform und bearbeitet diese auftragsbezogen auf mehreren Konfektionieranlagen. Die Blöcke in den Abmessungen 3.000 x 1.200 x 1.000 mm (3,6 m³) und müssen zunächst besäumt und dann entsprechend der Aufträge zerteilt werden.
Um dies wirtschaftlich, schnell und materialsparend bewerkstelligen zu können, setzen Geschäftsführer Marcus Kluth auf Sondermaschinen und Vorrichtungen von Dingeldein & Herbert Maschinen- und Apparatebau. Dieses 1936 gegründete Unternehmen hat sich auf den Anlagenbau für die EPS-Industrie spezialisiert und wird heute von den Brüdern Markus und Christoph Dingeldein geführt.
Bei den Maschinen und Anlagen handelt es sich zumeist um kundenspezifische Lösungen, die auf Basis von standardisierten Prozessen und mit einem gewissen Anteil an standardisierten Bauteilen und Baugruppen realisiert werden.
„Die Anlagen arbeiten grundsätzlich mehrschichtig und müssen deshalb eine maximale technische Verfügbarkeit aufweisen. Dazu kommen Forderungen nach höchster Performance und bester Qualität, weshalb wir nur hochwertige Maschinenelemente verbauen und mit unseren Kunden sowie den Lieferanten sehr eng zusammenarbeiten“, so Christoph Dingeldein.
Ein Beispiel dafür ist die Schneid- und Konfektionieranlage für die Firma Kluth, mit der die Kapazitäten zur Produktion von Gefälledachplatten vom 300 auf rund 600 m³ pro Tag ausgebaut wurden. Die Blöcke sollten dabei systematisch und ausschließlich auftragsbezogen in montagefertige Dachelemente aufgeteilt und dabei die Schneidbearbeitung weitgehend automatisiert werden.
Um die Schneiddrähte automatisch und damit schnell und reproduzierbar präzise sowie ohne Rüstaufwand zu verstellen werden zwei Linearmodule vom Typ MKUVE20-B-ZR eingesetzt. Sie stellen die einzelnen Schneiddrähte computer- bzw. programmgesteuert wahlweise absolut parallel oder bei Bedarf auch schräg (für speziell geformte Platten/Keile) ein. (Noch mehr Infos nach dem Umblättern)
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