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Individuell auf Kundenwünsche angepasst
Die Eco-Kits sind genauso vielseitig, wie ihre Anwendungsbereiche. Deshalb werden sie individuell auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden abgestimmt. So gibt es zwar die drei vorkonfektionierten Varianten S, M und L des Eco-Kits, die jeweils aus Motor, Steuerung, Human Machine Interface, Central Electric und Diagnosesoftware bestehen. Je nach Anwendung werden diese allerdings von den Ingenieuren des Bereichs New Business & Poducts angepasst.
Manthey und seine Mitarbeiter betrachten dazu die Aufgabenstellung und entscheiden dann, ob ein vorkonfektioniertes Eco-Kit genutzt werden kann, oder eine Modifizierung sinnvoll ist. Diese Entscheidung hängt etwa von der benötigten Drehzahl, dem Antriebsmoment oder dem Lastkollektiv ab. Je nach Anforderung stellen die Ingenieure dann die verschiedenen Komponenten aus der Stapler-Serienproduktion zusammen und entwickeln so das Antriebssystem für ein neues Fahrzeug.
So steht den Kunden etwa eine breite Palette an Elektromotoren zur Verfügung, aus der die Ingenieure den aussuchen, der für eine bestimmte Anwendung am besten geeignet ist.
Auch was die Bedienung der Geräte anbelangt bieten die Eco-Kits eine große Varianz: Ob Joystick, Beschleunigungshebel, Gaspedal, Start-Stop-Box, Fahrtrichtungsschalter oder Potentiometer – für jede Anwendung bietet Linde MH eine geeignete Lösung. Abhängig von dem ausgewählten Human Machine Interface enthalten die Bausätze eine LINC1- oder LINC2- Steuerung.
Autovisionär Rinderknecht zeigt sich begeistert von Zusammenarbeit
In sein Konzeptfahrzeug „microMAX“ etwa hat Frank Rinderknecht das Eco-Kit M mit einer maximalen Motorleistung von 32 Kilowatt eingebaut. Das neuartige Fahrzeug wird von einem Asynchronmotor mit 130 Newtonmetern Drehmoment angetrieben. Das Gehirn ist eine LINC1-Steuerung, die über zwei CAN-Bus-Systeme verfügt und unter anderem das Fahrpedalsignal für die Ansteuerung des Umrichters erfasst und dann in eine Leistungsanforderung übersetzt, das Batteriemanagementsystem überwacht und die Fahr- und Batterieparameter zum Fahrerdisplay überträgt. Das Antriebssystem ist über die Software optimal auf die Fahrzeugspezifik des „microMAX“ abgestimmt. Sämtliche Komponenten, auch Fahrrichtungsschalter und Central Electric sowie weitere Bauteile, die das Sytem komplettieren, kommen auch im Elektrostapler E 35 von Linde MH zum Einsatz und haben sich im Alltag bewährt.
Autovisionär Rinderknecht zeigte sich beeindruckt davon, wie schnell Linde MH auf seine Anfrage reagiert hat und wie zügig die Integration des Antriebssystems in das Fahrzeug vonstatten ging. In nur fünf Wochen konnte die Antriebstechnik optimal auf den „microMAX“ abgestimmt werden.
Antriebstechnik aus den Staplern für Kutschen und Solaranlagen
Das neueste Projekt des Bereichs New Busniess & Products ist die Umrüstung von Kutschen, in denen Touristen entlang von Sehenswürdigkeiten durch die Städte kutschiert werden sollen. Die Antriebstechnik aus den Staplern ersetzt dabei die Pferde. Doch mit der Elektrifizierung von Fahrzeugen ist das Potential der Eco-Kits längst nicht ausgeschöpft. Manthey und seine Mitarbeiter sind darüber hinaus gerade dabei, die Antriebstechnik für stationäre Anwendungen in der Solarthermie und im Gesundheitsbereich anzupassen. (ud)
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