Frequenzumrichter Lenze erweitert Frequenzumrichter-Plattform 8400 um dezentrale Antriebslösung

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Kurt Raymann / Karl-Ullrich Höltkemeier

Ob bei der Installation, Inbetriebnahme oder im Servicefall: Dezentrale Antriebslösungen sparen kostbare Zeit in allen Phasen der Wertschöpfungskette. Dazu stellt Lenze eine neue dezentrale Antriebslösung „8400 protec“ vor. Sie bietet hohe Funktionalität in einem Gerät und verbessert nachhaltig die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen. Premiere feiert das Produkt auf der SPS/IPC/Drives in Nürnberg.

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Kürzere Motorleitungen mit geringeren Verlusten, lokale Verkabelung von Sensoren, integrierte EMV-Filter, flexibler Einbau direkt im Prozess, sinkende Kosten für den Schaltschrank und weniger Kühlungsaufwand: Die aus der dezentralen Antriebstechnik bekannten Vorteile hat der Antriebs- und Automatisierungsspezialist aus Hameln mit dem 8400 protec konsequent weiterentwickelt. Ihre Stärken spielt die kompakte Lösung vor allem in komplexeren Anwendungen aus den Branchen Automobil, Logistik und Druck aus.

Die robuste Reihe deckt in zwei Baugrößen einen Leistungsbereich von 0,37 bis 4 kW ab. Dabei bietet sie die gleiche Funktionsvielfalt wie die Schaltschrankgeräte der Reihe Inverter Drives 8400 – und ist damit bestens geeignet, um innovative Lösungen für aktuelle Trends wie Energieeffizienz und integrierte Sicherheitstechnik zu entwickeln.

Auspacken – anstecken – fertig

Ob geschirmte Motorleitung, Leistungsversorgung, Feldbusanbindung oder Sensorik: Sämtliche Anschlüsse des 8400 protec sind mit standardisierten Steckverbindern ausgestattet. Das dadurch ermöglichte „Plug & Drive“ sorgt für Installationen in Rekordzeit und erhöht Verfügbarkeit der Gesamtanlage enorm. Erste Erfahrungen mit Testgeräten im Feld belegen eindrucksvoll die Einsparungen, die das Plug & Drive-Prinzip möglich macht: Durch den Einsatz des 8400 protec und begleitende Dienstleistungen ließen sich bei einem großen Projektkunden Einsparungen von immerhin 25 Prozent erzielen.

Steckbar ist auch das von den Inverter Drives 8400 bekannte Memory-Modul. Die zentrale Speichereinheit für alle Parameter des Umrichters lässt sich bereits vor der Inbetriebnahme parametrieren und spart auch bei einem Gerätetausch kostbare Zeit. Zugleich sinkt die Gefahr, wichtige Einstellungen oder auch nur das passende Kabel für das Laptop zu vergessen: Das Modul wird getauscht – und fertig.

Einen weiteren Beitrag zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit leistet der 8400 protec durch die guten Diagnosemöglichkeiten vor Ort. Dafür sorgen zum Beispiel die große Anzeige und die gut sichtbaren 18 Status-LEDs. Hinter einer von vorn per Hand zu öffnenden Serviceklappe befinden sich die DIP-Schalter für Busadresse und Baudrate, das Diagnose-Interface sowie das Memory-Modul. (Mehr lesen auf den folgenden Seiten)

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