Oberflächenbeschichten

Leistungssteigerung durch Beschichtung

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Weitere Bauteile durch Beschichten optimiert

Darüber hinaus wurden andere Bauteile optimiert: So wurde unter anderem das Planetenrad mit der bewährten metallhaltigen Kohlenstoffschicht Balinit C versehen. Balinit C schützt durch seinen niedrigen Reibwert und seine guten Gleiteigenschaften vor allem gegen adhäsiven Verschleiß (Fressen, Kaltaufschweißungen) und ist auch bei Mangelschmierung oder Trockenlauf hoch belastbar. Oberflächenermüdung (Pitting) und Tribooxidation (Passungsrost) werden weitgehend unterbunden.

„Die Beschichtung ist hier durchaus als konstruktives Element zu begreifen“, so das Resümee von Andreas Haslinger.

Die Balinit-Schichten von Oerlikon Balzers

Balinit-Schichten sind nur wenige tausendstel Millimeter dünn, aber härter als Stahl, extrem reibungsarm, verschleißfest, und chemisch inert. Einsatzbedingungen und wirtschaftliche Überlegungen bestimmen die Wahl der optimalen Schicht. Material und Eigenschaften der Balinit-Schichten können so gewählt werden, dass sie das vom Kunden definierte Anforderungsprofil erfüllen.

Die in Serienfertigung reproduzierbaren typischen Schichtdicken liegen zwischen 0,5 µm und 4 µm. Scharfe Kanten, texturierte oder spiegelglanzpolierte Oberflächen sowie enge Fertigungstoleranzen werden nicht verändert. Dadurch ist keine Nacharbeit nötig, die Beschichtung kann als letzter Fertigungsschritt erfolgen.

Bei den von Oerlikon Balzers eingesetzten Verfahren PVD (Physikalische Dampf-Abscheidung), PACVD (Plasma-aktivierte chemische Dampfabscheidung)und P3e (Pulse Enhanced Electron Emission) befinden sich die Werkzeuge bzw. Bauteile in einer Prozesskammer, in der durch Abpumpen ein Vakuum erzeugt wird. Nur im Vakuum lassen sich µm-dünne Schichten in definierter Zusammensetzung und mit spezifischen Eigenschaften reproduzierbar herstellen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verbundschichten werden die von Oerlikon Balzers Coating entwickelten multifunktionalen Schichten in einem einzigen Vakuumprozess bei Temperaturen zwischen 180°C und 350°C aufgetragen, was zu fehlerfreien Schichten führt. (qui)

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