Laser-Materialbearbeitung Laserschweißen immer effizienter
LASYS 2010, Internationale Fachmesse für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung 08.06. - 10.06.2010 - Highlights: Baukastensysteme erhöhen Flexibilität, 3D-Laser-schweißroboter mit großer Bewegungsfreiheit sparen Energie und Kosten
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Der Laser steht als Schlüsselwerkzeug zur Materialbearbeitung hoch im Kurs. Denn er scheint unschlagbar, wenn es ums Schneiden, Schweißen, Bohren, Beschriften, Markieren, Strukturieren von unterschiedlichsten Materialien geht. Er arbeitet berührungslos, sauber und präzise. Noch dazu sind Hersteller von Laserbearbeitungsanlagen, Systemlösungen und Komponenten sehr innovativ und praxisorientiert, wovon sich die Besucher der LASYS 2010, internationale Plattform für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung, vom 8. bis 10. Juni überzeugen können.
Die Besonderheit: Das Konzept der LASYS ist sehr anwendernah ausgerichtet und spricht eine große Branchenvielfalt an, ganz gleich, ob es sich um die Bearbeitung von Holz, Metall-, Kunststoff, Papier oder Halbleitermaterialien handelt. Das macht die LASYS in der Messelandschaft einzigartig. Auf dem Stuttgarter Messegelände werden rund 200 Aussteller aus bisher 16 Ländern erwartet.
Aussteller-Meinungen
„Die Entwicklung eines auf den Kunden zugeschnittenen Lasersystems ist komplex und erfordert viel technisches Wissen und vor allem Erfahrung“, sagt Jens Bleher, Geschäftsführer von TRUMPF Laser- und Systemtechnik. Beispielsweise wird TRUMPF unter anderem auf der LASYS 2010 die modular aufgebaute TruLaser Roboterzelle für 3D-Materialbearbeitung präsentieren. Sie verfügt laut Hersteller über eine hohe Verfahrensflexibilität und bietet Anwendern die Möglichkeit, zwischen den Applikationen Schweißen, Schneiden, Remote- und Auftragsschweißen sowie Löten zu wechseln. Der TruLaser Robot 5020 sei speziell auf die Anforderungen von Blechfertigern zugeschnitten.
„Maschinensysteme zur flexiblen Fertigung, insbesondere bei schwankenden Stückzahlen und/oder mit hoher Variantenvielfalt, zählen vor allem bei Herstellern der Automobilzulieferindustrie und Elektrotechnik zu bewährten Fertigungskonzepten“, sagt Michael Lau, Leiter Vertrieb von SITEC Industrietechnologie. „Wir konnten hier mit dem Baukastensystem LS - LaserStation einen Meilenstein auf dem Gebiet hochflexibler Laseranlagen setzen“, meint Lau weiter. Die neue Maschinengeneration Laserstation LS wird SITEC auf der LASYS 2010 vorstellen. Sie ist für die 3D-Bearbeitung ausgelegt und lässt es zu, fasergeführte Festkörper- als auch Direktstrahl-Lasersysteme zu integrieren. Anwenderspezifisch sind unterschiedlichste Bearbeitungsarten wie Schweißen, Schneiden, Härten oder Bohren möglich.
Auf hohe Flexibilität setzt auch BUND Automation. Diese präsentieren auf der LASYS 2010 erstmals den neu entwickelten Laserschweißautomaten LASER PIR 90-750, bei dem die einzelnen Komponenten durch ein flexibles Baukastensystem zusammengestellt und miteinander verknüpft werden können. „Unser Ziel war, durch eine komplett neue Konstruktion und mit Hilfe Energie sparender Komponenten, den Anwendern eine Lösung anzubieten, die sowohl Kosteneinsparungen beim Kauf als auch im Betrieb von 50 Prozent erreicht“, sagt Wolfgang Wieland, Projekter Laserschweißen bei BUND Automation.
„Laserschweißen wird immer wirtschaftlicher. Dies ist unter anderem bedingt durch die hervorragende Qualität und Maßhaltigkeit der geschweißten Bauteile bei sehr geringer Nacharbeit“, sagt Markus Krütten, Fachbereichsleiter Lasertechnik bei Reis Robotics. So wird das Unternehmen auf der LASYS 2010 den Laserschweißroboter RV16L-FT mit der von Reis Lasertec entwickelten modularen Schweißoptik MWO präsentieren. Dieses Paket sei laut Hersteller speziell für das Laserschweißen mit fasergeführten Lasern ausgelegt. Bauteilevielfalt und/oder kleineren Losgrößen eine erhebliche Zeitersparnis bedeute.
„Variable Fügestoßpositionen zu schweißen ist eine Herausforderung, der nicht jeder Schweißkopf gewachsen ist.“, meint Dr. Daniel Wildmann, Leiter Marketing und Business Development bei PRECITEC. Das Werkzeug der Wahl sieht er in intelligenten Schweißköpfen, welche die Lage des Fügestoßes messen, um die Schweißnaht an die richtige Stelle zu setzen – die gleichzeitig aber auch die Schweißnahtbreite optimal an die Applikation anpassen und die höchstmögliche Schweißgeschwindigkeit erlauben.
Was die Messe sonst noch bietet
Auf der LASYS 2010 locken nicht nur spannende Exponate über Laseranwendungen, Produktlösungen, Laser-Fertigungssysteme für die Mikro-und Makromaterialbearbeitung und für die Feinwerktechnik, ein hochkarätiges Rahmenprogramm lädt den nationalen und internationalen Besucher überdies ein, seinen Wissensdurst zu löschen. So beginnt bereits ein Tag vor Messestart das 11. Internationale Symposium für “ Laser Precision Microfabrication”(LPM). Es soll den Austausch zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung im Bereich Mikro-Lasertechnologien fördern. Das LPM-Forum richtet die Messe Stuttgart gemeinsam mit der Japan Laser Processing Society (JLPS) aus.
Ferner begleiten die Stuttgarter Lasertage (SLT’ 10) zum zweiten Mal die LASYS. Veranstaltet werden sie vom Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart unter der Federführung von Prof. Thomas Graf, Leiter des IFSW. Erstmals sind die SLT’10 dreitägig sowie tagesthemenorientiert strukturiert. Auch hier geht es um den Dialog zwischen Forschung und Praxis.
Laser-Basiswissen aus erster Hand vermittelt ein Short Course „Basiswissen Laser und Lasermaterialbearbeitung.“ Veranstaltet wird er von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Lasertechnik (WLT) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Ostendorf. Der Basiskurs wendet sich primär an Besucher, die bisher nur vereinzelt Erfahrungen mit Lasern haben, er eignet sich jedoch auch für Experten, die ihr Wissen auffrischen wollen.
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