Phase-2 Upgrade
Neues Kühlsystem für das LHC am Cern

Von Dagmar Merger 5 min Lesedauer

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Technisch hoch entwickelte Pumpenlösungen werden den Dauerbetrieb der Kühleinheiten bei -55 °C für den Large Hadron Collider sicherstellen. Das neue CO2-Kühlsystem ist Teil der Phase-2-Upgrade-Projekte.

Atlas ist mit 46 Meter Länge und 25 Meter Durchmesser der größte Detektor des LHC. (Bild:  Atlas-Experiment, Cern)
Atlas ist mit 46 Meter Länge und 25 Meter Durchmesser der größte Detektor des LHC.
(Bild: Atlas-Experiment, Cern)

Der Large Hadron Collider (LHC) am Cern, der Europäischen Organisation für Kernforschung, erhält ein Upgrade: Während der geplanten langen Abschaltung in den Jahren 2026 bis 2029 (LS3) werden in mehreren Projekten Detektorsysteme verbessert oder ersetzt. Diese Umbauten werden unter dem Stichwort Phase-2 Upgrade zusammengefasst. Das Ziel ist, die Luminosität (Kollisionsrate) des LHC um das Zehnfache zu erhöhen. Damit sollen neue Entdeckungen ermöglicht werden, insbesondere zu dunkler Materie und der grundlegenden Natur des Higgs-Teilchens. Details zur Maschinenarchitektur hat Lewa-Pumpen jetzt öffentlich gemacht, denn die Teilchendetektoren am LHC werden mit Lewa-Membrandosierpumpen gekühlt.

Der Large Hadron Collider in der Schweiz ist der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt. Er besteht aus einem rund 27 Kilometer langen Ringtunnel mit vier Messstellen, darunter die Detektoren Atlas und CMS. Atlas ist mit einer Länge von 46 Metern und einem Durchmesser von 25 Metern der größte Detektor des LHC, während CMS mit einem Gewicht von 12.500 Tonnen der schwerste Detektor ist.