Klebesysteme Laminierstation mit intergriertem Spulenabroller

Redakteur: Brigitte Michel

Lohmann bietet nicht nur maßgeschneiderte Klebesysteme, sondern begleitet seine Kunden bis zur gewünschten Applikation. Dabei stehen die Ingenieure häufig vor der Herausforderung, die Klebeband-Applikation direkt in den bestehenden Prozess des Kunden zu integrieren.

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(Bild: Lohmann)

Auf Kundenwunsch entwickelte Lohmann eine Laminierstation mit intergriertem Spulenabroller. Dabei ging man auf die speziellen Anforderungen einer Extrusionsanlage ein und orientierte sich an dem bestehenden Maschinenaufbau sowie der Materialdurchführung des zu extrudierenden PBT Kunststoffrohres. In diesen Prozess sollte die Kaschierung eines 8 mm breiten Haftklebebandes erfolgen. Die Anwendungstechniker ermöglichten dem Kunden eine Komplettlösung. Sie statteten das Kunststoffrohr mit dem doppelseitigen Klebeband DuploCOLL 377 aus, das den Anforderungen an Material und Qualität entsprach und sorgten zusätzlich für die automatischen Zuführung des Haftklebebandes. Dazu entwickelte man die Inline-Laminierstation DuploTEC TAT (Technical Application Tools) 90218R, die es dem Kunden erlaubt, das Endlosprofil voll automatisch mit doppelseitigen Klebeband auszurüsten.

Doch jeder Prozess ist unterschiedlich und erfordert eine individuelle Konstruktion. Da das Kunststoffrohr in Längsrichtung eine geringe Stabilität aufweist, ist die Anforderung an den Kaschierprozess hoch. Das Kaschieren darf keine Spannung auf das Rohr ausüben, weil es sich sonst verformen könnte. Deshalb wurde der Spulenabroller mit einem motorischen Abspulgerät ausgerüstet, das ein leichtes Abrollen des Klebebandes gewährleistet und somit die Spannung auf das Rohr minimiert. Auch die Beschaffenheit des Klebebandes muss auf den Prozess abgestimmt sein. Nicht nur der Klebstoff muss zu den Fügepartnern passen, auch Träger und Linerbeschaffenheit müssen auf den maschinellen Laminierprozess angepasst sein.

Eine solche Laminierstation bietet dem Kunden mehrere Vorteile: Als Inline-Lösung hat man einen deutlichen Kostenvorteil: Weder müssen Maschinen umgerüstet werden, noch entsteht ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Auch die Prozesssicherheit nimmt gegenüber einer Offline-Variante deutlich zu. Zudem kann eine solche Anlage auf verschiedenste Profilgrößen angepasst und in vielfältigen Industriezweigen eingesetzt werden. (bm)

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