Nachhaltigkeit
Holistisches Denken in Kreisläufen

Von Alexander Appel, Manager Sustainability bei MHP 4 min Lesedauer

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Die Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein zentrales Element für die Dekarbonisierung, sondern führt auch zu besserer Wettbewerbsfähigkeit. Damit sie funktioniert, müssen Unternehmen den vollen Zugriff auf Produktentstehung und End of Life sicherstellen.

Bei einer „grünen“ Produktion mit nachhaltigen, digitalen Prozessen sollte der Fokus auf der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks liegen.(Bild: ©  KI-generiert)
Bei einer „grünen“ Produktion mit nachhaltigen, digitalen Prozessen sollte der Fokus auf der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks liegen.
(Bild: © KI-generiert)

In der EU entstehen mehr als 2,5 Milliarden Tonnen Abfall pro Jahr. Systematisch aufbereitet, können sie erneut als Rohstoff dienen. Laut der European Environment Agency wird allerdings nicht einmal die Hälfte der Abfälle recycelt. Der Rest landet beispielsweise in Form von Verpackungsmüll oder als Mikroplastik im Meer – über den Umgang mit diesem Problem wird in der Politik aktuell viel diskutiert. Sicher ist: Es braucht dringend Lösungen!

Eine Lösung ist die Transformation von einer kreislauforientierten Abfallwirtschaft hin zu echter Kreislaufwirtschaft. Neu ist das Konzept nicht: Volkswagen nutzte es schon für sein Austauschmotoren- und -teileprogramm, über das Kunden wiederaufbereitete Komponenten für ihre Fahrzeuge beziehen konnten, um sie so kostengünstig länger zu fahren. Doch was bis heute fehlt, ist eine holistischere Auseinandersetzung damit. Kreislaufwirtschaft verlangt eine systematische Perspektive und eine konsequente Umsetzung. Sie beginnt in der Designphase von Produkten, bietet Kontrolle über ihren Rückfluss am Lebensende und rückt Service-Aspekte in den Fokus. Digitalisierung dient dabei als Katalysator.