Selbst im Zeitalter der Digitalisierung bleiben Konstrukteure im Kern, was sie schon immer waren. Den Unterschied machen neue Arbeitsweisen und Crossover-Qualifikationen.
Konstrukteure begleiten den kompletten Fertigungsprozess – von der Planung über Konstruktion bis hin zur Herstellung.
Die Bezeichnung „Made in Germany“ hat weltweit immer noch eine ausgezeichnete Reputation. Dazu haben nicht zuletzt Konstrukteure beigetragen. Doch die fortschreitende Digitalisierung verändert das Berufsbild stark. Bleibt die Frage: Was muss ein Konstrukteur heute und morgen wissen und können?
Grundsätzliche Aufgaben bleiben bestehen
Konstrukteure sind Innovatoren. Auch in einer digitalisierten Welt planen und entwerfen sie neue Produkte. Das reicht von Bauteilen über Geräte bis hin zu kompletten Maschinen oder Anlagen. Konstrukteure arbeiten in fast allen industriellen Branchen. Besonders gefragt sind sie in der Elektro- und der Metallindustrie sowie im Maschinen- und im Fahrzeugbau. Aber auch die Medizintechnik, die Kunststoffverarbeitung sowie der Möbel- und Holzbau brauchen die findigen Entwickler.
Konstrukteure begleiten den kompletten Fertigungsprozess – von der Planung über Konstruktion bis hin zur Herstellung. Die genauen Einsatzbereiche variieren je nach Projekt und Kunde. Das macht die Tätigkeit abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Schließlich muss der Konstrukteur verschiedene Aufgaben in wechselnden Teams lösen können.
Am Anfang steht meist ein Konzept in Form von Skizzen. Im Laufe des Projektes nimmt dieser Entwurf immer weiter Form an. So legen Konstrukteure die Bauteile aus und definieren Toleranzen und Werkstoffe. Sichtbar wird die Arbeit der Konstrukteure in den technischen Zeichnungen. Aber auch Zusammenbauzeichnungen erstellen sie. Stücklisten wiederum enthalten alle für die Fertigung des Produkts notwendigen Material-, Bearbeitungs-, Maß- und Toleranz-Angaben. Viele Konstrukteure haben sich auch auf die Überprüfung dieser Zeichnungen spezialisiert.
Auf einen Blick: Berufsbild Konstrukteur
Ausbildung
technische duale Ausbildung (z. B. zum Technischen Systemplaner oder Technischen Zeichner) plus Weiterbildung (z. B. zum „Geprüften Konstrukteur“)
technisches Studium an einer Universität oder Fachhochschule (z. B. Konstruktionstechnik, Produktentwicklung oder Maschinenbau)
Punkt C
Zusätzliche Kenntnisse
Betriebswirtschaftliches Wissen
Produktdesign
Kreativitätstechniken
Softskills
Analytisches und kreatives Denken
Räumliches Vorstellungsvermögen
Selbstständiges Arbeiten
Team- und Kommunikationsfähigkeit
gutes Englisch
Präsentieren
Aufgaben
Maschinen konstruieren und herstellenMaschinen konstruieren und herstellen
Entwicklungsprozess begleiten
Erstellen von technischen Zeichnung, Baugruppenzeichnungen, Bedienungsanleitungen und Dokumentationen
Maschinen nach Kundenwunsch umbauen
mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammenarbeiten
Messdaten der Maschinenkonstruktion auswerten
Klassische Kenntnisse und Qualifikationen
Kaum ein Konstrukteur kommt heute noch an CAD-Systemen vorbei. CAD-Kenntnisse sind also Pflicht. Neben dem Gestalten und Darstellen – auch dreidimensional – führen die Entwickler auch Funktionstests mit virtuellen Gegenständen in CAD-Systemen durch. Zudem sollten Konstrukteure mit konventionellen Zeichenmitteln ebenfalls gut umgehen können.
Konstrukteure müssen Werks- und DIN-Normen der jeweiligen Werkstoffe und Bauteile beachten, was profunde Kenntnisse aller wichtigen Richtlinien und Normen erfordert. Zudem sind Kenntnisse in Strömungslehre und angewandter Mathematik sowie in Werkstoffkunde und Statistik-Programmen ein Muss. Um also die umfangreichen Aufgaben erfüllen zu können, sollten Konstrukteure über räumliches Vorstellungsvermögen und analytisches Denken ebenso verfügen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit.
Konstruktionsleiterforum
Produktentwicklung neu denken
Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?
Das Konstruktionsleiterforum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.
Die deutsche Industrie quer durch alle Branchen steckt mitten in digitalen Transformationsprozessen. Dabei versuchen die deutschen Hersteller Konzepte zu entwickeln, wie sich deren Produkte mit ihrer technischen Umwelt vernetzen können. Die Digitalisierung treibt auch neue Möglichkeiten voran, wie Anwender und Maschinen interagieren können. Dabei entstehen auch völlig neue Geschäftsmodelle.
Naturwissenschaftliche Grundlagen sind weiterhin notwendig, aber man muss über den eigenen Tellerrand blicken.
Ingo Rauhut, Arbeitsmarkt-Experte, VDI
„Naturwissenschaftliche Grundlagen sind weiterhin notwendig, aber man muss über den eigenen Tellerrand blicken, man muss sehen, wie andere Disziplinen Lösungen entwickeln“, erklärt Ingo Rauhut, Arbeitsmarkt-Experte beim VDI. Es wird also immer wichtiger, dass Konstrukteure auch Wissen außerhalb ihrer eigentlichen Profession haben. Rauhut rät daher Ingenieuren, sich auf die neue Welt vorzubereiten. Doch volle Auftragsbücher und private Verpflichtungen machen es für Berufstätige schwer, sich für längere Weiterbildungen auszuklinken. „Kleine Weiterbildungseinheiten, die man in begrenztem Zeitumfang bewältigen kann, sind hier ideal“, so der VDI-Experte.
Im Zeitalter der Digitalisierung wird sich auch die Art und Weise ändern, wie Produkte entwickelt werden. Deutsche Industrieprodukte sind bekannt und geschätzt für deren Perfektion. Sie werden im Vorfeld auf Herz und Nieren getestet, Fehler werden bereits während der Entwicklung ausgebügelt. Am Ende erhält der Kunde ein einwandfreies Produkt. Aber das braucht Zeit. Zeit, die es in der digitalen Welt nicht mehr gibt.
In den Epizentren der Digitalisierung, etwa dem Silicon Valley, entstehen Innovationen durch ausprobieren und experimentieren. Was funktioniert wird weitergeführt. Flops werden eingestampft. Zudem ist man eher bereit, auch ein Produkt mit Mängeln und Schönheitsfehlern herauszubringen. Die Evolution eines Produktes findet also nicht mehr im stillen Kämmerchen, sondern auf dem Markt statt.
Die Angaben, was ein Konstrukteur verdient, sind je nach Quelle leicht unterschiedlich. Der Qualifizierungs- und Beratungsdienstleister REFA beispielsweise gibt ein monatliches Gehalt von rund 2.700 und 3.300 Euro an, wenn die Mitarbeiter eine Aus- und Weiterbildung abgeschlossen haben. Nach einem Studium können Konstrukteure mit einem Gehalt von etwa 3.100 bis 4.200 Euro brutto im Monat rechnen. Die Stepstone-Seite gehalt.de schlüsselt auf, dass Konstrukteure in Mecklenburg-Vorpommern mit 3.992 Euro deutschlandweit am wenigsten verdienen. In Hessen verdient man mit bis zu 4.070 Euro pro Monat am besten.
Stand: 08.12.2025
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Wer bei Gehaltsverhandlungen eine bessere Position haben möchte, sollte sich durch Weiterbildungen wie Schulungen, Seminare und Kurse Spezialwissen und Zusatzqualifikationen aneignen. So empfiehlt der Qualifizierungs- und Beratungsdienstleister REFA, Spezialisierungen beispielsweise in Richtung Design, Design Thinking oder CAD. So verdienen laut gehalt.de CAD-Konstrukteure in Deutschland durchschnittlich 3.760 Euro monatlich. Aber auch die Spezialisierung als Detailkonstrukteur zahlt sich mit durchschnittlich 3.760 Euro pro Monat aus.
Auch Kenntnisse in Betriebswirtschaft oder Fremdsprachen, nachgewiesene Expertise in Kommunikationstechniken können sich positiv auf die Verdienstmöglichkeiten auswirken, verspricht REFA.