Studie Wie die bayerische Kunststoffindustrie nachhaltiger werden kann

Quelle: SKZ 1 min Lesedauer

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Die bayerische Kunststoffindustrie ist mit etwa 600 Betrieben und einem jährlichen Umsatz von rund 20,8 Milliarden Euro ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Freistaat. Auch deshalb muss sie ihren Beitrag zu den Klimazielen der Landesregierung leisten.

Die bayerische Kunststoffindustrie steht vor großen Herausforderungen auf dem Weg hin zu einer Kreislaufwirtschaft und zur Klimaneutralität. (Bild:  digitalstock - stock.adobe.com/SKZ)
Die bayerische Kunststoffindustrie steht vor großen Herausforderungen auf dem Weg hin zu einer Kreislaufwirtschaft und zur Klimaneutralität.
(Bild: digitalstock - stock.adobe.com/SKZ)

In einer neuen Analyse hat das Kunststoff-Zentrum SKZ drei Szenarien entworfen, wie viel CO2 die Kunststoffindustrie in Bayern bis 2040 einsparen kann. Laut einer Mitteilung steht die Branche aufgrund von Vorgaben der EU und des Freistaats unter Transformationsdruck. Dazu gehören etwa die aktuell entstehenden Rezyklatquoten für spezifische Kunststoffanwendungen und Polymere, das Verbot von Einwegprodukten oder die Anforderungen an die Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit von Produkten. Hinzu kommt, dass der Freistaat Bayern als erstes Bundesland bereits bis 2040 klimaneutral werden will.

Bei der Herstellung und Verwertung der in Bayern eingesetzten Kunststoffe entstanden 2021 laut den Forschern etwa 8,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Mit Blick auf das Jahr 2040 wurden drei Treibhausgasszenarien entwickelt. Szenario 1 orientiert sich dabei an den bestehenden politischen Vorgaben, Szenario 2 zeigt das Treibhausgasminderungspotenzial bei weitgehender Ausschöpfung bestehender Technologietrends und Szenario 3 stellt ein Best-Case Szenario dar, das insbesondere von einer stärkeren Vermeidung des Kunststoffeinsatzes ausgeht.

Entwicklung ist gefragt

Laut den Szenarien können bis 2040 die Treibhausgasemissionen auf 5,5 Millionen bis 2,1 Millionen Tonnen reduziert werden. Dafür brauche es jedoch vor allem verstärkte Entwicklungsanstrengungen zu Materialreduktion, Substitution von Kunststoffneuware und gezielte Wiederaufbereitung von Kunststoffabfällen. Dafür müssen auch die technischen Infrastrukturen und Unterstützungsangebote an Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Bayern ausgebaut werden, heißt es weiter.

Auch neue Technologien werden benötigt und müssen laut den Forschern gefördert werden. Im Bereich der Sortier- und Recyclinginfrastruktur stehen verschiedene Tracertechnologien sowie KI-basierte Erkennungs- und Sortiersysteme in den Startlöchern. Um die Stoffströme am Ende des Lebenszyklus möglichst zielgerichtet zu lenken, müssen Geschäftsmodelle für Rücknahme- und Sammelsysteme zudem entwickelt und erprobt werden.

Die gesamte Studie ist auf der Website des SKZ erhältlich.

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