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KISSsoft berechnet Wälzlager in der Windindustrie

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Lebensdauerberechnung – theoretischer Hintergrund und Einflussfaktoren

Die Lagerlebensdauer hat eine statistische Bedeutung und ihre Herkunft geht auf die Lundberg-Palmgreen-Theorie [3] zurück. Diese besagt, dass in einer Gruppe gleicher Lager unter gleichen Betriebsbedingungen (Temperatur, Last, Drehzahl und Schmierung) die Anzahl der Lager, welche nach einer gewissen Anzahl Stunden überlebt, von der Stundenzahl abhängig ist. Die Lebensdauer, in welcher 90% der Lager standhalten, wird Basislebensdauer L10 genannt und wird im Allgemeinen von den Lagerherstellern zur Verfügung gestellt. Je höher diese Lebensdauer ist, umso zuverlässiger erreicht ein Lager die geforderte Lebensdauer.

Die klassische Standardberechnung der Lebensdauer beruht auf der ISO 281 [4]. Die Idee hinter dieser Methode besteht in der Bestimmung einer äquivalenten Last aus den Radial- und Axialkräften in Abhängigkeit des Lagertyps (radial oder axial). Hieraus folgt für die Lebensdauer

mit i=r für Radiallager und i=a für Axiallager, Ci für die dynamische Tragzahl, Pi für die dynamische äquivalente Belastung und n=3 für Kugel- sowie n=10/3 für Rollenlager. Die dynamische Tragzahl wird im Allgemeinen vom Lagerhersteller zur Verfügung gestellt, kann aber im Bedarfsfall auch nach den Formeln in [4] berechnet werden, wenn die Lagergeometrie bekannt ist.

Diese Methode genügt nicht, falls eine Betrachtung unter den Aspekten allgemeiner Last (neben Radial- und Axiallast auch Kippmomente), Lagerringfehlstellung und Lagerluft nötig ist. Infolgedessen gibt es einen steigenden Trend zur Berücksichtigung der inneren Geometrie nach ISO/TS 16281 [5]. (Mehr Infos nach dem Umblättern)

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