Forschung KI-Agenten sollen in der Notaufnahme Leben retten

Quelle: Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS 2 min Lesedauer

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In der hektischen Umgebung von Schockräumen erbringen Ärzte und Pflegekräfte Höchstleistungen, um Schwerstverletzte schnell und sicher zu versorgen. Um hier zu unterstützen, arbeitet eine Kooperation aus der Deutschen Telekom, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und dem Krankenhaus Merheim an einer KI-gestützten Live-Anzeige.

Die KI erkennt, welche Befunde, Maßnahmen und Entscheidungen genannt werden.(Bild:  Bild erstellt mit GPT-5)
Die KI erkennt, welche Befunde, Maßnahmen und Entscheidungen genannt werden.
(Bild: Bild erstellt mit GPT-5)

Die Behandlung von Schwerverletzten im Schockraum erfordert höchste Konzentration und Präzision. In dieser dynamischen Umgebung, wo Hochleistungsteams aus bis zu zehn Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften tätig sind, setzt eine innovative Entwicklung an, um die Effizienz und Genauigkeit zu steigern. Eine Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Telekom, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und dem Krankenhaus Merheim hat das Ziel, den Einsatz von KI-Agenten in Schockräumen zu etablieren.

Funktion und Vorteile der KI-Technologie

Der Kern der Technologie ist ein KI-Agent, der die Kommunikation des medizinischen Personals erfasst, analysiert und nach medizinischen Prioritäten ordnet. Der Agent aktualisiert die erzeugte Liste kontinuierlich und arbeitet dabei nach den strengen europäischen Datenschutzstandards. Der Einsatz im Cloud-Edge-Kontinuum erlaubt den Betrieb auf lokalen Krankenhausrechnern ohne Verbindung zum Internet, um maximale Datensicherheit zu gewährleisten.

Strukturierter Notfall: Einsatz des ABCDE-Schemas

Um die rettungsmedizinische Effizienz weiter zu erhöhen, wird das bewährte ABCDE-Schema (Airway, Breathing, Circulation, Disability, Exposure) implementiert. Die KI kann relevante medizinische Informationen wie Rasselgeräusche oder Blutungsrisiken erkennen und diese nach dem Schema priorisieren. Dadurch wird ein grafisches Live-Bild erzeugt, das durch seine Ampellogik die Dringlichkeit der Maßnahmen visualisiert.

Flexibilität und Sicherheit der Cloud-Edge-Infrastruktur

Die Lösung basiert auf dem europäischen Förderprogramm IPCEI-CIS, das auf die Schaffung einer robusten, übertragbaren Cloud-Edge-Infrastruktur abzielt. Diese Plattform ist resilient gegenüber Infrastruktur-Ausfällen und kann gleichzeitig sowohl lokal als auch offline betrieben werden. Die Integration des DGX Spark Minicomputer von NVIDIA und der AI Foundation Services in der Open Telekom Cloud ermöglicht es, die Entscheidung an die lokalen Gegebenheiten anzupassen.

Kooperation und Entwicklung: Eine starke Partnerschaft

„Mit der Entwicklung eines vielseitig einsetzbaren Multi-Agenten-Frameworks schaffen wir die Basis für die Entlastung des Personals in der Notfallversorgung. Eine durchdachte Systemarchitektur und die Edge-Fähigkeit sind dabei entscheidend“, erläutert Stefan Rüping vom Fraunhofer IAIS. Begleitet wird das Projekt von Einrichtungen wie dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin und dem Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf, die beratend tätig sind.

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