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Reinigung überstehen die Sensoren klaglos
Mittlerweile hat der Sensor bewiesen, dass er mit den Bedingungen im harten Praxiseinsatz bestens zurechtkommt. Die großen Kräfte beispielsweise, die beim Schließen und Öffnen der Form entstehen, werden von der aktiven Fläche aus Edelstahl sehr gut aufgenommen.
Auch wenn die Formen gereinigt werden, verkraften das die „Steelface“-Sensoren klaglos, obwohl es dabei ziemlich ruppig zugeht. Meist werden zur Reinigung gefrorene CO2-Kügelchen verwendet; das Verfahren ähnelt dem Sandstrahlen, oft sind auch noch mehr oder weniger aggressive Trennmittel mit im Spiel. Kunststoffausführungen müsste man in solchen Fällen aufwändig mit Abdeckkappen vor Beschädigungen durch das abrasive Medium schützen. Dem hohen Druck direkt in der Form würden konventionelle Näherungsschalter allerdings ohnehin nicht Stand halten.
Die Sensoren, auf die die Hersteller von Verbundfaserstoffen früher angewiesen waren, wurden deshalb an so genannten Überlaufreservoirs montiert, um dem Prozess nicht unmittelbar ausgesetzt zu sein. Trotzdem erreichten sie nur sehr kurze Standzeiten und mussten nach etwa 100 Spritzvorgängen ausgetauscht werden. Selbst an den Teflon-Oberflächen, die ja über einen gewissen Anti-Haft-Effekt verfügen, blieb immer etwas hängen, was „zog“ und letztendlich zu Beschädigungen führte. Die polierten Oberflächen der neuen Näherungsschalter kennen solche Probleme dagegen nicht.
Aber auch in anderer Hinsicht waren die Überlaufreservoirs der Pressformen alles andere als wirtschaftlich. Die Form musste bei jedem Spritzvorgang bis zum Überlaufen gefüllt werden. Dadurch entstand jedes Mal ein unerwünschtes Abfallstück. Da sich die neuen kapazitiven Sensoren jetzt direkt in der Form montieren lassen, profitiert der Anwender folglich gleich in mehrerer Hinsicht: Die Sensoren müssen nicht mehr in bestimmten Intervallen ausgetauscht werden, der Materialverbrauch sinkt und die Pressqualität lässt sich besser überwachen.
Den Herstellern von Faserverbundstoffen in Automobilbau, bei Zulieferern und in der Kunststoffindustrie steht also jetzt für ihren Einsatz erstmals eine robuste und zuverlässige Sensorlösung zur Verfügung. (jv)
* Thomas Kubasta ist Produktmanager kapazitive Sensoren bei der Balluff GmbH in Neuhausen a.d.F.
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