Klebverbindung Kaffeesäure macht Klebstoff wieder lösbar

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Forscher des japanischen National Institute for Materials Science haben einen Klebstoff entwickelt, der extrem gut hält, sich bei Bedarf aber wieder leicht entfernen lässt. Das Geheimnis liegt in dem Inhaltsstoff Kaffeesäure.

(Bild:  diesel_80 - stock.adobe.com)
(Bild: diesel_80 - stock.adobe.com)

Kaffeesäure ist ein zur chemischen Gruppe der Phenolsäuren gehörender pflanzlicher Inhaltsstoff. Die korrekte chemische Bezeichnung lautet 3,4-Dihyroxyzimtsäure. Mit dieser haben Wissenschaftler des japanischen National Institute for Materials Science ein Polymer angereichert und einen Klebstoff hergestellt. Er soll extrem gut halten und sich bei Bedarf auch wieder leicht entfernen lassen. Damit könnte er die Recyclingfähigkeit von Produkten, die aus Bauteilen verschiedener Materialien zusammengesetzt sind, entscheidend verbessern. Ihre Forschungsergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Advanced Functional Materials veröffentlicht.

Licht löst Klebstoff ohne Rückstände

Demnach verfestigte sich der Klebstoff nach flächigem Auftrag unter UV-Licht mit einer Wellenlänge von 365 Nanometern zu einer robusten, nahezu unzerreißbaren Folie. Mit Licht der Wellenlänge 254 Nanometer ließen sich die Vernetzungen wieder lösen. Der Kleber nimmt dann wieder seine ursprüngliche pastöse Form an und kann erneut genutzt werden. Auf Klebestellen, die so gelöst werden, bleiben keine Rückstände haften, heißt es.

Klebstoff hält auch unter Wasser

In einem Test hat der Kleber ein Gewicht von 40 Kilogramm auch nach 72 Stunden noch genauso fest gehalten wie zu Beginn des Versuches. Dann reparierten die Forscher Risse in Kunststoffrohren und ließen Wasser mit hohem Druck durchströmen. Die Klebestellen hielten dicht. Bei einem weiteren Test ging es darum, Objekte unter Wasser miteinander zu verbinden. Dabei machten sich die Forscher eine andere Eigenschaft des Klebstoffs zunutze. Wird er erwärmt, verbindet er sich inniger mit den beiden Teilen, die zusammengefügt werden sollen. Wasser stört dabei nicht. Die Experten erwärmten den Klebstoff, den sie zuvor mit magnetisierbaren Nanopartikeln angereichert hatten, mit einem Magnetfeld.

Zur Originalpublikation in Advanced Functional Materials

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