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Biomaterialien für besseres Einwachsen von Implantaten
Die Abteilung Biomaterial-Technologie des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM stellt ihre Expertise auf dem Gebiet der Prozessentwicklung für die Verarbeitung von Biomaterialien vor. Präsentiert werden Produkte mit mikrostrukturierter Titan-Oberfläche und gleichzeitiger Sub-Mikrostruktur für ein verbessertes Einwachsen von Implantaten in den Körper, komplexe Kleinstbauteile aus Keramik und Polymer sowie mittels Metallionen gehärtete Biopolymere. Durch die verwendeten Prozesse Mikroextrusion und Mikrospritzguss können verschiedene Materialien verarbeitet und in Serie zu komplexen Geometrien geformt werden.
Der Parylene-Spezialist Specialty Coating Systems (SCS) präsentiert eine konforme und extrem dünne Beschichtungsmethode. Parylene ist ein biokompatibles und biostabiles Polymer, das eine Feuchte-, Chemikalien- und Strombarriere für viele Medizintechnikapplikationen wie Koronarstents, Katheder, Herzschrittmacher, Nadeln, Mandrells und verschiedene Dichtungen bietet. „Neben der Parylene-Beschichtung werden wir mit den Besuchern auch über neue Technologien sprechen, die die Adhäsion der Beschichtung auf Bauteilen verbessern“, kündigt Lonny Wolgemuth, Senior Medical Market Specialist von SCS, an.
Doppelseitiges Mikrolinsearray aus Kunststoff
Jenoptik stellt ein doppelseitiges Mikrolinsearray aus Kunststoff vor. Es dient beispielsweise der Homogenisierung von Beleuchtungsstrahlengängen und der Strahlführung in Projektionssystemen. Speziell in der Medizintechnik können die Mikrolinsenarrays für Beleuchtungsanwendungen bei Untersuchungen und Operationen oder für die Strahlformung im Bereich der Diagnose und Therapie eingesetzt werden. Die Verwendung von Kunststoffmaterial erlaubt eine kostengünstige Fertigung und Replizierung in hohen Stückzahlen.
Der Schweizer Hersteller von mikrostrukturierten Glaskomponenten IMT Masken und Teilungen stellt zum zweiten Mal auf der Compamed aus. „Wir wollten in 2008 Anwender in der Mikrofluidik und Biophotonik ansprechen - wir haben gute Rückmeldungen bekommen“, begründet Dr. Alexios Tzannis die Entscheidung, wiederzukommen. IMT setzt seine Fähigkeit in der Produktion von Glaskomponenten zur Herstellung von Medizintechnikprodukten ein. „Unser Know-how in den Bereichen Mikrokanäle, Elektroden, optische Wellenleiter, Mikro-Optik und Beschichtungen in Kombination mit unserer Serienfertigung hat das Interesse von Entwicklern und Produktmanagern geweckt. Glas hat große Vorteile in einigen Applikationen in der Mikrofluidik und Biophotonik“, fasst Tzannis zusammen.
Teil 3: Aktuelle Entwicklungen in der Mikroproduktion
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