Spritzguss Glasbauteile aus der Spritzgießmaschine
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Die Glassomer GmbH in Freiburg im Breisgau hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich transparentes Quarzglas in herkömmlichen Kunststoffspritzgießmaschinen verarbeiten lässt. Sowohl dickwandige als auch dünnwandige Bauteile und hochkomplexe Formen lassen sich auf diese Weise aus Quarzglas herstellen.
Herkömmlich wird Glas – je nach Größe und Anforderung an das gewünschte Bauteil – gegossen, geschliffen oder geätzt. In jedem Fall erfordert die Formgebung entweder sehr hohe Temperaturen oder toxische Chemikalien. Beim Gießen muss das Material dauerhaft auf Temperaturen im Bereich von 1500 °C gehalten werden, um ein Erstarren zu verhindern. Nach der Formgebung muss das Bauteil kontrolliert gekühlt werden, damit es nicht bricht.
Mittels Gießen lassen sich Strukturen bis in den Millimeterbereich präzise formen. Für feinere Strukturen im Submillimeterbereich kommen vorwiegend Ätz- und Lasertechniken zum Einsatz, für bestimmte Glassorten auch Pressverfahren. Zu den modernen Pressmethoden zählt das Präzisionsblankpressen (precision glass molding, PGM). Hierbei werden kleinere Glaskörper erhitzt, verflüssigt und direkt zwischen zwei Formen gepresst. Ein Nachteil dieser Methode sind die langen Zykluszeiten. Außerdem erfordert der PGM-Prozess teure Präzisionsformen, die den hohen Temperaturen standhalten.
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