Studentenwettbewerb Technik für den Menschen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ein Wearable für bessere Haltung, eine energieautarke Sonde für den Garten und eine kommunizierende Schuheinlage – beim Studierendenwettbewerb Cosima sind der Kreativität der Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Wir stellen die preisgekrönten Entwicklungen vor.

Gegen Rückenschmerzen und ähnliche, von falscher Haltung ausgehende Beschwerden: Studierenende des KIT haben den diesjährigen Wettbewerb Cosima mit ihrem neu entwickelten Haltungstrainer gewonnen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Gegen Rückenschmerzen und ähnliche, von falscher Haltung ausgehende Beschwerden: Studierenende des KIT haben den diesjährigen Wettbewerb Cosima mit ihrem neu entwickelten Haltungstrainer gewonnen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Studierendenwettbewerb Cosima, vom VDE als Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt, macht im Gegensatz zu vielen anderen Wettbewerben keine Vorgaben bezüglich des Themas. Neben einem funktionierenden Prototyp, der den Nutzen von Mikrosystemtechnik für Alltagsanwendungen aufzeigt, werden ein Marketingkonzept sowie die Sponsorensuche zur Finanzierung des Projekts verlangt.

Das Gewinnerteam 2023 vom Karlsruher Institut für Technologie begeisterte die Jury aus Industrie und Universitäten mit ihrem Projekt Straight Up. Wir stellen die drei bestplatzierten Teams und ihre Entwicklungen vor.

Platz 1 – KIT Karlsruhe: Wie sich Schulterbewegungen für einen Haltungstrainer nutzen lassen

In Kooperation mit einem Physiotherapeuten entwickelte das dreiköpfige Team ein innovatives System zur Erkennung von Haltungsfehlern im Rücken. Straight Up ist dazu in der Lage, die Position der Schultern zu ermitteln, was präzisere Resultate liefert als bislang genutzte Lösungen. Zentraler Bestandteil ist ein Wearable, in das ein zum Patent angemeldetes Sensorsystem aus 100 Mikrometer dünnem Draht integriert ist.

Das Gewinnerteam vom Karlsruher Institut für Technologie entwickelte ein innovatives System zur Erkennung von Haltungsfehlern im Rücken: Jan Bartenbach, Marcus Hamann-Schroer und Erik Vautrin (v.l.n.r.).(Bild:  Christian Thiel - VDE)
Das Gewinnerteam vom Karlsruher Institut für Technologie entwickelte ein innovatives System zur Erkennung von Haltungsfehlern im Rücken: Jan Bartenbach, Marcus Hamann-Schroer und Erik Vautrin (v.l.n.r.).
(Bild: Christian Thiel - VDE)

Die Dehnung des Drahts gibt Auskunft über die Bewegungen in den Schultern, ein integrierter Mikroprozessor verarbeitet die Daten und schickt sie an eine App. Teamsprecher Jan Bartenbach erklärt: „Straight Up hat einen großen Mehrwert für den Nutzer, könnte aber auch für therapeutische Zwecke verwendet werden. Wir wollen uns für ein Gründerstipendium bewerben und sehen, ob wir das Produkt zur Marktreife bringen können. Dafür braucht es natürlich auch die nötigen medizinischen Studien.“

Platz 2 – Uni Freiburg: Energieautarke Sonde zeigt, wie es dem Garten geht

Bereits während des Bachelorstudiums beschäftigte sich das zweitplatzierte Team von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit der Entwicklung energieautarker Systeme. Für Cosima wurde nochmals an den vorhandenen Ideen gefeilt. Herausgekommen ist Solem Sense, eine solarbetriebene, energieautarke Gartensonde. Temperatursensoren geben Auskunft über die Temperatur in drei Bodentiefen, ein anderer Sensor ermittelt die Feuchtigkeit im Boden, ein Tageslichtsensor gibt Auskunft darüber, ob eine Pflanze ausreichend mit Licht versorgt ist. Zu weiteren Plänen erzählt Teamsprecher Nicolas Brugger: „Es hat Spaß gemacht, für Cosima unser Projekt sauber auszuarbeiten, fertig sind wir natürlich noch nicht. Jetzt steht dann erst einmal der Master-Abschluss im Vordergrund, aber wer weiß, vielleicht können wir unsere Idee ja an einen starken Partner verkaufen.“

Platz 3 – TU München: Wenn eine Schuheinlage Bescheid gibt, ob die Haltung stimmt

Ursprünglich wollte das Team von der Technischen Universität München verschiedene Gangprofile für Sportler vergleichbar machen. Schnell wurde aber klar, dass die Anwendung eines Messsystems zur Früherkennung von Fußfehlstellungen und -belastungen und damit einhergehenden Rückenschäden einen großen medizinischen Nutzen hat. Die druckbasierte, interaktive Schuhsohle Flexi Step ist in verschiedene Zonen unterteilt und ermittelt über einen Druck- und einen Beschleunigungssensor (MPU) ein individuelles Gangprofil. Diese Daten werden an einen Server übertragen, ausgewertet und mit einem gesunden Gangmuster verglichen. Teamsprecher Dominik Materne stellt fest: „Wir haben unser Projekt für Cosima entwickelt und auf dem Mikro-System-Technik-Kongress sehr viele Anregungen dazu bekommen, was wir an Flexi-Step verbessern können. Wir werden sicherlich noch daran feilen, vor allem in Vorbereitung auf den iCAN-Wettbewerb in Davos.“

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