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Die Zykluszeit liegt im Bereich von 100 bis 200 µs
Dies geschieht verlustfrei und temperaturunabhängig. Die Zykluszeit, bestehend aus Sende-, Warte- und Empfangszeit, liegt beim Condet-Verfahren im Bereich von 100 bis 200 µs. Dieser Frequenzbereich liegt etwa 20- bis 100-mal tiefer gegenüber herkömmlichen Näherungsschaltern.
Interessanterweise steigt dadurch die Eindringtiefe des Magnetfeldes in leitfähige Materialien stark an. Sie kann beispielsweise in einem nichtmagnetischen Material mit relativ hohem spezifischem Widerstand wie Edelstahl Werte von ein bis zwei Millimetern erreichen. Dieser Effekt ist die Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit induktiver Näherungsschalter mit einem einteiligen Gehäuse und einer aktiven Fläche aus V4A wie den Ganzmetallsensoren der Serie 700 von Contrinex.
Dank ihrer Eigenschaften bietet sich der Einsatz von Condet-Geräten überall dort an, wo herkömmliche induktive Näherungsschalter ausfallen – wie beispielsweise in den Dreiecksumsetzern der 21er Serie von Backhus. Sie arbeiten stabil bei Temperaturen von -25 bis +85 °C und eignen sich hervorragend für Anwendungen bei denen hohe Anforderungen an Druckfestigkeit, Dichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Temperaturwechselfestigkeit sowie Immunität gegenüber Erschütterungen, Schlag und Abrieb gefragt sind – egal ob diese einzeln oder in Kombination auftreten.
Condet-Näherungsschalter erfassen sowohl ferromagnetische als auch nicht ferromagnetische Metalle mit fast identischen Schaltabständen. So beträgt der Schaltabstand bei der Baugröße M12 und einem bündigen Einbau auf Stahl und Aluminium beispielsweise 2 mm.
Da die Abstände rund dreimal höher als die Norm und damit außergewöhnlich groß für Ganzmetallsensoren sind, können die Schalter weit entfernt von beweglichen Teilen montiert werden. Damit sind sie noch besser gegen mechanische Beschädigung geschützt.
Zudem vereinfacht der große Maximalabstand die Einstellung bei der Montage, da er geringere Anforderungen an die Einbautoleranzen stellt. Für den um bis zu dreifach erhöhten Schaltabstand auf Buntmetalle wie Messing oder Aluminium sorgt der Reduktionsfaktor von nahezu 1 auf Nichteisenmetalle. Dieser Faktor beschreibt den Wert, um den sich der Schaltabstand verändert, wenn ein anderes Material als Stahl FE 370 detektiert wird. Da die Sensoren bereits in einem Metallgehäuse sitzen, hat selbst der bündige Einbau in Vollmetall keinen Einfluss auf ihre Funktion.
Eine kleinere Baugröße bringt bereits den gewünschten Erfolg
Für den Anwender bedeuten die hohen Schaltabstände einen weiteren Zusatznutzen: Er erzielt bereits mit einer kleineren Baugröße den gewünschten Erfolg. Damit kann er kompakter planen und bauen.
Überdies sind Condet-Sensoren völlig unempfindlich gegen Kernbruch. Denn selbst, wenn der Ferritkern nur noch einen Zusammenhalt von Streusalz aufweist, beeinträchtigt dies die Funktionsfähigkeit der Geräte nicht. Induktive Ganzmetall-Näherungsschalter von Contrinex sind damit deutlich langlebiger als vergleichbare Standardsensoren: Sie halten unter gleichen Betriebsbedingungen mehrere Jahre und reduzieren die auf defekte Sensoren zurückzuführenden Anlagenstillstände um ein Vielfaches. Das bestätigt Jens Kröger: „Wir sind mit den Sensoren absolut zufrieden. Sie sind so langlebig wie erhofft und tragen mit ihren langen Standzeiten zu einer Senkung der Reparaturkosten bei.“
Die robusten induktiven Sensoren sind in zahlreichen Sensorvarianten und in den Baugrößen M8, M12, M18 und M30 erhältlich. Die Schaltabstände reichen von 3 mm (M8, bündig eingebaut) bis hin zu 40 mm (M30, nicht bündig eingebaut). Die chemisch beständigen Näherungsschalter verfügen neben der CE-Kennzeichnung auch über die Schutzklassen IP68 und IP69K, eine integrierte Ausgabestatus-LED sowie einen Kurzschluss-, Spannungsumkehr- und Induktionsüberlastschutz.
Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften eignen sie sich neben dem Einsatz in Kompostieranlagen auch für den Einsatz in Meerwasseranwendungen und der Lebensmittelindustrie. (jv)
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