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Schutzabdeckungen Individuell gefertigte Abdeckungen schützen Maschine und Werker

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Wo gefräst wird, da fliegen Späne. Für heute im Betrieb befindliche Maschinen haben Schutzabdeckungsexperten jetzt einen komplett neuen Faltenbalg entwickelt.

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(Bild: Hema)

Die Kunzmann Maschinenbau GmbH aus der Nähe von Karlsruhe stellt seit 111 Jahren universelle Fräs- und Bohrmaschinen sowie Bearbeitungszentren her. Unter stetem Einsatz moderner Technik in Entwicklung und Fertigung will das Unternehmen den steigenden Qualitätsanforderungen seiner Kunden begegnen.

Fräsmaschinen für den Lernbetrieb

Bekannt ist Kunzmann Maschinenbau vor allem wegen seiner manuell bedienbaren Fräsmaschinen der Serien WF 400 und WF 600. Diese kommen zum Einsatz wenn es darum geht, Metallteile schnell und einfach herzustellen. Etabliert haben sich die Serien deswegen im Ausbildungsbereich: In Berufsschulen wie auch in Lehrwerkstätten von Industriefirmen sind Kunzmann-Maschinen bekannte Arbeitsplätze, mit denen sich die Methoden und Techniken des späteren Arbeitsalltags gut erlernen lassen.

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Auch die aktuellen Ausführungen WF 410 und WF 610 zeichnen sich durch ihr einfaches und intuitives Bedienkonzept aus: Über einen Betriebsartenwahlschalter kann der Anwender die Maschinen in der Variante MC sowohl im konventionellen als auch im CNC-Betrieb einsetzen. Die Maschinentypen WF 410 M, WF 610 MC sowie WF 410 MA und WF 610 MA lassen sich auch handgesteuert im offenen Betrieb bedienen. Alle Maschinen entsprechen der aktuell gültigen Maschinenrichtlinie. Die Kreuzschieberbauweise mit gehärteten Flachführungen in allen drei Achsen gibt der Maschine zudem eine extreme Robustheit. Die Maschinen sind mit mechanischen Handrädern in allen drei Achsen ausgestattet. Zeitgemäße Sicherheitstechnik ist also durch den Einsatz moderner Steuerungen und Regelungskomponenten gewährleistet. Um Verunreinigungen vorzubeugen, hat Kunzmann die Maschinen der WF-410/610-Serien mit verbesserten Schutzabdeckungen von Hema ausgerüstet.

Das Unternehmen vertraut schon lange auf die Schutzsysteme- „Hema steht aus unserer Sicht für gute Qualität, intensive Betreuung und schnelle Reaktionszeiten, falls es nötig ist“, erklärt Michael Seemann, Einkaufsleiter bei Kunzmann. Bisher wurde der Kugelgewindetrieb in der Z-Achse der Fräsmaschinen mit Duraspring-Spiralfedern geschützt. Als Kunzmann die Fräsmaschinen einer Produktüberarbeitung unterzog, wurde das Schutzsystem konstruktionsbedingt durch eine alternative Lösung ersetzt.

Konstruktiv neue Wege gehen

Für die neue Schutzlösung besuchten die Techniker von Hema die Kunzmann Maschinenbau GmbH vor Ort, um gemeinsam mit den Konstrukteuren von Kunzmann das beste Schutzsystem zu bestimmen. Es entstand ein spezielles Faltenbalg-System mit Federstahllamellen. „Durch die schräge Form an der Vorderseite der neuen Schutzabdeckung ist sie besser an das Design der Fräsmaschine angepasst“, so Thomas Werner, Regional Sales Manager bei Hema.

Das neuentwickelte System erfüllt seinen Zweck sehr gut: „Unsere ersten Eindrücke vom neuem Faltenbalg sind durchweg positiv“, lobt Einkaufsleiter Michael Seemann. „Die Zusammenarbeit mit dem Hema-Team war gewohnt konstruktiv.“ Der Faltenbalghersteller hat schnell ein Funktionsmuster zum Test bereitgestellt. Dies half schnell ein zufriedenstellendes Endergebnis zu erreichen.

Kunzmann Maschinenbau stattet seine Fräsmaschinen der Baureihen WF 410 und WF 610 nun seit Juni 2017 standardmäßig mit den neuen, an der Vorderseite schrägen, Faltenbälgen von Hema aus. Auch für Hema selbst hat sich die völlige Neuentwicklung gelohnt: „Das Produkt ist marktreif und lässt sich wahrscheinlich sehr gut für zukünftige, andere Anwendungsfälle adaptieren“, sagt Thomas Werner. Hema stellt die Schutzsysteme kundenspezifisch her und passt sie auf Wunsch an die individuelle Anwendung an. (br)

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