Produktentwicklung
In fünf Schritten zur nachhaltigen Konstruktion

Ein Gastbeitrag von Eryn Devola, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit, Siemens Digital Industries 7 min Lesedauer

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Um der Ressourcenknappheit zu begegnen, Emissionsziele zu erreichen und Kundenerwartungen zu übertreffen, erweitern Industrieunternehmen ihr Umweltbewusstsein ständig. Wer dabei erfolgreich sein will, muss Nachhaltigkeit ganzheitlich und von Anfang an in der Entwicklung mitdenken.

Die Entwicklung, Konstruktion und Produktion nachhaltiger Produkte erfordert ein ganzheitliches Umdenken.(Bild:  dehweh - stock.adobe.com)
Die Entwicklung, Konstruktion und Produktion nachhaltiger Produkte erfordert ein ganzheitliches Umdenken.
(Bild: dehweh - stock.adobe.com)

80 Prozent der Umweltauswirkungen eines Produkts werden bereits in der Entwurfsphase festgelegt. Bei einer so starken Abhängigkeit von Entwicklung und Konstruktion ist es von entscheidender Bedeutung, neben den traditionellen Faktoren Kosten, Qualität und Zeit auch die Umweltauswirkungen eines Produkts so früh wie möglich zu berücksichtigen. Es reicht nicht mehr aus, einem Aspekt den Vorrang vor den anderen zu geben.

  • So mag beispielsweise Luftfracht der zeiteffizienteste Transportweg in der Lieferkette sein, aber er ist mit hohen Kosten und großen Umweltauswirkungen verbunden.
  • Ein zu 100 Prozent recyceltes Kunststoffteil hat zwar einen geringeren CO2-Fußabdruck, aber die Qualität kann sinken, sodass das Teil schneller ersetzt werden muss.

Um erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen das Wissen über ihre Produkte und Prozesse nicht mehr isoliert, sondern gemeinsam im ganzen Unternehmen nutzen, um bessere Konstruktionsentscheidungen treffen zu können.