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Lüfter

In der Entwicklung neue Wege gehen

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Integriertes Heizband

Für Systeme im Tiefkühlbereich ist es wichtig, dass diese auch dann reibungslos funktionieren, wenn sie nach dem Abtauen wieder gestartet werden. Ein Phänomen, das dem im Weg stehen kann sind sogenannte Eisbrücken. Diese entstehen, wenn Wasser zwischen Wandring und Ventilatorflügel festfriert und so den Ventilator blockiert. Bisher lösten Hersteller das Problem mit einem Metallschacht mit integriertem Heizband, der an der Außenseite des Wandrings angebracht wurde.

„Diese Variante hatte jedoch mehrere negative Effekte“, berichtet Mathias Lich. „Zum einen wurde so der Kühlraum mitgeheizt, was viel Energie kostete. Zum anderen verdunstet sehr viel Wasser, das dann an der Decke wieder auskondensiert und Eis bildete.“ Bei einem gemeinsamen Treffen bemerkten die Herren Lich, Duncan und Heli, dass sich durch die geschickte Gestaltung der Wandringgeometrie auch neue Möglichkeiten zur Verbesserung dieses Problems ergeben.

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Da der aus Kunststoff gefertigte Wandring als Hohlkörper ausgebildet ist, können wir ein Heizband direkt in dieses Bauteil integrieren (Bild 5). So wird die Wärme dort eingebracht, wo sie auch wirklich benötigt wird. Das Heizband ist nun um bis zu 80 Prozent effizienter, da es kaum noch Wärme in den Kühlraum abgibt. Um das Festfrieren der Ventilatorschaufeln noch unwahrscheinlicher zu machen, ist der Hohlwandring von innen mit kleinen Rillen strukturiert. Durch diese Rillen wird das Tauwasser aus dem Wandring in die Tropfwanne geleitet (Bild 6).

Verfügbar mit EC-Technologie

Doch nicht nur das Heizband macht das System effizienter. Alle Ausführungen des Luftkühlers sind auch mit EC-Technologie verfügbar. „Damit lässt sich die Energieaufnahme im Vergleich mit der AC-Technologie um durchschnittlich 30 Prozent senken“, erklärt Steven Duncan. „In Einzelfällen sind sogar bis zu 67 Prozent möglich.“ Die Ausführung mit EC-Motor bietet zudem den Vorteil, dass sie deutlich weniger Wärme in den Kühlraum einträgt und sich bei der regelbaren Variante über ein 0…10 V-Signal einfach und bedarfsgerecht regeln lässt (Bild 7).

Positives Kundenfeedback

Seit gut einem Jahr ist die neue Luftkühlerreihe von GEA Küba nun im Markt. „Die Rückmeldungen unserer Kunden sind durchweg positiv“, berichtet Mathias Lich. „Bereits als wir einen reifen Prototyp auf der Chillventa 2012 vorstellten, wollten die ersten Kunden das Produkt schon bestellen.“ Zudem hatten einige Standbesucher noch den Wunsch den Strömungsgleichrichter nicht von hinten, sondern von vorne mit dem Ventilator zu verschrauben um die Demontage zu Reinigungszwecken zu vereinfachen. Dank der engen Zusammenarbeit von EBM-Papst mit GEA Küba konnte dieses Kundenfeedback aufgenommen und noch vor dem Verkaufsstart umgesetzt werden. So profitieren die Kunden auch in diesem Punkt von einer engen Entwicklungspartnerschaft, die beide Seiten in Zukunft gerne fortsetzen möchten. (mz)

* Thomas Heli, Abteilungsleiter Entwicklung bei EBM-Papst

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