Schweißen Impulsschweißen mit Rapid X soll höhere Produktivität garantieren
Als Weiterentwicklung des Schweißprozesses Rapid Arc stellte Lincoln Electric den Rapid X vor, bei dem die geringe Spritzerbildung und Schweißrauchentwicklung noch einmal deutlich reduziert werden konnte.
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Die Produktivität des Schweißprozesses Rapid X von Lincoln ließ sich deutlich verbessern, ohne die Qualitätsanforderungen oder die Prozesssicherheit zu gefährden. Dieser Schweißprozess arbeitet mit einer Kombination aus Impulstechnologie und Kurzlichtbogen. Er hat deshalb das Potenzial für hohe Schweißgeschwindigkeiten und ist auch in Zwangslage gut einsetzbar. Während der Lichtbogen bei konventionellen Puls-Prozessen kontinuierlich brennt, ist der Rapid X durch einen Kurzschluss am Ende eines jeden Impulses charakterisiert.
Basierend auf der vom Schweißer gewählten Draht-/Gaskombination und der Drahtvorschubgeschwindigkeit werden alle weiteren Prozessparameter automatisch eingestellt. Im Vergleich zu einem konventionellen Puls-Prozess stellt sich, bedingt durch die Kurzschlüsse, eine deutlich niedrigere Schweißspannung und daraus resultierend ein extrem kurzer Lichtbogen ein. Eine solch kurze Lichtbogenlänge ist mit konventionellen Impuls-Prozessen nicht schweißbar. Stottern und exzessive Spritzerbildung wären die Folge. Der Lichtbogen des Rapid X hingegen ist aufgrund der eingesetzten adaptiven Wellenform sehr stabil.
In Vergleichsmessungen mit konventionellen Puls-Prozessen erkennt man, dass der Rapid X bei gleicher Schweißgeschwindigkeit mit einer deutlich geringeren Schweißspannung einen stabilen Lichtbogen halten kann. In der Folge läuft das Schweißbad dem Lichtbogen auch bei hohen Brennergeschwindigkeiten sicher nach. Es entsteht eine flache oder konkave Naht mit einem flachen Materialübergang auf das Werkstück und ein sauberes Nahtaussehen bei gleichzeitig sicherem Einbrand.
Der Vorteil des Schweißprozesses liegt aber nicht nur in der hohen Geschwindigkeit und in der sauberen Naht. Vielmehr ist als gewollte Nebenwirkung der geringere Wärmeeintrag zu nennen, der einerseits aus der höheren Schweißgeschwindigkeit, andererseits aber auch aus der niedrigeren Schweißspannung resultiert, wodurch der Verzug des Bauteils vermindert und die Gefahr des Durchbrennens verringert wird.
Entwickelt wurde der Rapid X zum Schweißen von Kohlenstoffstählen mit Blechdicken im Bereich von 1,5 mm bis 4 mm aber auch das Schweißen von Blechen mit bis zu 12 mm ist möglich. Der Anwendungsschwerpunkt liegt in der mechanisierten oder voll automatisierten Anwendung. Aber auch für das manuelle Schweißen kann der Prozess gut eingesetzt werden. In der mechanisierten oder automatisierten Anwendung erweist sich die genaue Regelung der Lichtbogenlänge als großer Vorteil. So bleibt der Lichtbogen auch bei wechselnden Abständen zwischen Brenner und Werkstück stets unverändert und garantiert so eine konstante Nahtqualität. Selbst Kurven, die sonst immer wieder eine Herausforderung darstellen, können bei gleichbleibendem Nahtaussehen sicher beherrscht werden. (bm)
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