Schraubenverbindung

IHF-Stretch-System spart Kosten

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Konstruktionskosten wurden gesenkt

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Schraubenteilung zu reduzieren und somit eine größere Anzahl von Schrauben zu verwenden. Durch diese Maßnahmen können ebenfalls kleinere Flanschstärken realisiert werden, was die Herstellkosten einer Windkraftanlage erheblich senkt und somit zu einer reduzierten Verwendung der Ressourcen führt. Alle IHF-Verbindungselemente wurden mit der Finite-Elemente-Methode ausgelegt. Hierbei konnten die spezifischen Belastungen im Schraubenkopf und am ersten Gewindegang des Schraubenbolzens im Vergleich zu einer herkömmlichen HV-Schraube massiv reduziert werden. Nach Abschluss der Entwicklung wurden dynamische Belastungstests auf einer Zugprüfmaschine durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass das IHF-Verbindungselement deutlich höhere Schwingspielzahlen erreichte als eine Standard HV-Verbindung.

Kalt umgefomrte Verbindungselemente haben höhere Festigkeit

Die Verbindungselemente werden nach dem Kaltfließpress-Verfahren hergestellt. Hierbei wird ein Stabstahl von einem Coil abgelängt, der anschließend in mehreren Arbeitsschritten kalt zum fertigen Produkt umgeformt wird. Kalt umgeformte Bauteile haben im Vergleich zu warm umgeformten Bauteilen eine höhere Festigkeit (gleichmäßiger Faserverlauf), höhere Genauigkeit (± 0,05mm) und bei größeren Stückzahlen erheblich geringere Herstellkosten.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

IHF-Stretch-System in wissenschaftlichen Studien untersucht

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) ist die Zulassungsstelle für neuartige Bauprodukte und Bauformen, welche aufgrund ihrer Neuigkeit außerhalb des Rahmens von bisherigen Normen liegen. Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung wurde dem IHF-Stretch- System durch das DIBt erteilt (Zulassungsnummer: Z-14.4-592). Voraussetzung für die Zulassung waren wissenschaftliche Untersuchungen an unterschiedlichen Schraubverbindungen. Die Untersuchungen wurden an einer renommierten deutschen Universität durchgeführt, die auf dem Gebiet der Schraubtechnik spezialisiert ist. Die Zulassung regelt die Verwendung von IHF-Verbindungselementen ab einem Klemmlängenverhältnis, lk/d (Bild 4) von 1:3 beziehungsweise 1:2,5 für die Dimensionen: M30, M36, M39, M42, M45, M48, M56 und M64 für die Festigkeitsklasse 10.9 bzw. 10. Die erzielte Mindestvorspannkraft, die beim Verspannen mit einem ITH-Schraubenspannzylinder erreicht wird, entspricht den Werten der DIN 18 800-7:2008-11 bzw. der DAST 021:2006-08. Mit Hilfe des IHF-Stretch-Systems zum Vorspannen von Turmsegmentschrauben ergeben sich folgende Vorteile:

  • erheblich reduzierte Wartungsintervalle
  • paralleles Vorspannen mit mehreren Schraubenspannzylindern
  • kleinere Turmflansche
  • schnellere Montage
  • höhere Genauigkeit der Vorspannkraft
  • weniger Bauteile

(jus)

* *Dipl.-Ing. (TH) Frank Hohmann ist Geschäftsführer der ITH GmbH & Co. KG

(ID:23089890)