IE3-Motor

IE3-Motoren in Kompressoren unterstützen energiesparende Druckluftbereitstellung

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Externe Lagerschmierung erhöht die Lebensdauer

Für die Simotics Niederspannungsmotoren der Effizienzklasse IE3 von Siemens gibt es eine externe Lagerschmierung, die eine drastische Erhöhung der Laufleistung bewirkt. Diese Variante setzt der Kompressorenhersteller in seinen Produkten ein, so dass von außen eine kontinuierliche Pflege der Motorenlager im laufenden Betrieb einfach durchgeführt werden kann. Die Schutzart IP55 steigert zudem die geforderte Robustheit der Elektromotoren. Schließlich sind Schraubenkompressoren die Lastpferde im industriellen Umfeld.

Bei geforderten Verfügbarkeiten von bis zu 98 % und üblichen Jahreslaufleistungen bis zu 8.000 Stunden für Kompressoren über 110 kW steht eine Eigenschaft ganz vorne: hohe Verfügbarkeit bei langer Lebensdauer. „Genau vor diesem Hintergrund beurteilen wir innovative Entwicklungen, wie zum Beispiel die neuen Energiesparmotoren, die wir nun in der kompletten Breite unseres Produktangebots einsetzen“, erklärt Wolfgang Hartmann.

Neben der Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Produktion der Elektromotoren war auch die weltweite Ersatzteilbeschaffung für das global agierende Unternehmen ein entscheidender Punkt bei der Wahl des Motorenlieferanten. Erwin Ruppelt nennt einen weiteren wichtigen Grund: Seit Anfang der 1990er-Jahre bieten wir auch Druckluft zum Festpreis an.“ Das bedeutet, sowohl die Verfügbarkeit als auch die Energieeffizienz spielen dann eine noch zentralere Rolle als im direkten Ausrüstungsgeschäft. Der Praktiker fasst zusammen: „Das gesamte Konstruktionsprinzip unserer Produkte ist auf Energieeffizienz und Zuverlässigkeit ausgerichtet.“

Einsparpotenziale sind mehr als genügend vorhanden

Welche Wettbewerbsvorteile ein durchdachtes Engineering bringt, vermitteln Zahlen. Eine im Rahmen des von der EU aufgelegten Programms „Save II“ erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die in Europa installierten Druckluftsysteme ein durchschnittliches Energie-Einsparpotenzial von knapp 33 % besitzen. Die daraus abgeleitete Kampagne „Druckluft effizient“, die in den Jahren 2000 bis 2004 von VDMA, Fraunhofer ISI, Dena und Unternehmen der Druckluftbranche durchgeführt wurde, hat in der Folge über Druckluft-Audits deutlich gemacht: Einsparpotenziale zwischen 18 und 70 % sind je nach der Situation für die Druckluftversorgung möglich.

Deshalb gilt: Die vier wichtigsten Komponenten eines Druckluftsystems, nämlich Erzeugung, Aufbereitung, Verteilung und Verbrauch, sind sorgfältig aufeinander abzustimmen. Und noch eines darf nicht vergessen werden: Druckluftsysteme sind der zweitgrößte Einzelverbraucher nach den Pumpen. In der EU sollen demnach rund 80 Billionen kWh in Druckluft umgesetzt werden, was etwa 18 % der Gesamtenergie entspricht, die von Elektromotoren verbraucht wird. Das zeigt, wie wichtig energiesparende Motoren sind, wenn es darum geht, Ressourcen bewusst einzusetzen und den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren. Erwin Ruppelt und Wolfgang Hartmann sind sich einig: „Mit den neuen IE3-Motoren leisten wir einen überaus wichtigen Beitrag dazu.“ (ud)

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* Thomas Horn ist Account Manager für Kaeser in der Siemens-Division Drive Technolgies, Bayreuth.

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