Schaltschrank/Wärmemanagement

Hitzestress im Schaltschrank – so cool ist die Elektrotechnik

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Auf energieeffiziente Komponenten kommt es an

Um Maschinen und Anlagen sowie deren einzelne Komponenten energieeffizienter zu gestalten, ist die Entwicklung und Verfügbarkeit von Technologien und deren Einsatz ein wichtiger Baustein. Laut der VDMA-Studie dienen in den nächsten 10 Jahren in etwa je zur Hälfte bereits existierende Technologien und neue Technologien als Basis für Energieeinsparungen. Technologische Hebel sollen dabei die Verfahrensoptimierung, Optimierung von Systemsteuerung sowie Konstruktionsoptimierung darstellen.

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Als Komponentenhersteller für den Maschinen- und Anlagenbau, entwickeln auch die Hersteller von Schaltschränken und Klimatisierung/Lüftung immer wieder neue Technologien um energieeffizientere Komponenten bieten zu können. Die Friedrich Lütze GmbH hat 2013 beispielsweise das völlig neue Schaltschrankverdrahtungssystem LSC Airstream auf dem Markt eingeführt. Das Thermikkonzept besteht aus einer intelligenten Kühlluftführung im Schaltschrank mit der weniger Kühlleistung, also auch weniger Strom in der Anwendung benötigt wird. Zudem will Lütze die Zuverlässigkeit der Anwendung erhöhen, da die Komponenten im Schaltschrank weniger Hitzestress ausgesetzt sind und so eine längere Lebensdauer zu erwarten ist.

EC-Motoren in der Lüftungstechnik

Gerade in der Elektroindustrie ist die Energieeffizienz der Komponenten ein zentrales Thema. „ Zwei Drittel des Energiebedarfs in der deutschen Industrie gehen auf Elektromotoren und elektromotorische Systeme zurück“, sagt Koschnik vom ZVEI. Das baden-württembergische Unternehmen Ziehl-Abegg hat beispielsweise schon vor 26 Jahren auf energiesparende EC-Motoren in der Lüftungstechnik gesetzt. Anlass war die Umrüstung der deutschen Telefon-Vermittlungsstellen auf Digitaltechnik. Die neue Technik erforderte eine sichere und dauerhafte Kühlung der Betriebsräume. Bis dahin trieb das Unternehmen seine Ventilatoren in Lüftungsanlagen mit ungeregelten Asynchronmotoren an, da der Serieneinsatz bisher immer an den deutlich höheren Kosten gescheitert war. „Die Post hat damals den Energiebedarf mit ins Angebot genommen“, erinnert sich Gerhard Leutwein, der damals Entwicklungschef im Bereich Regeltechnik im Unternehmen war. So konnte Ziehl-Abegg einen höherpreisigen Motor einsetzen, wenn dieser zusammen mit dem Ventilator ein energiesparendes Produkt ergab. 1991 lieferte das Unternehmen schließlich die ersten Serienprodukte der Ventilatoren mit elektronisch kommutiertem Gleichstrommotor (EC-Motor) aus. Seit diesem Jahr passt Ziehl-Abegg seine EC-blue-Motoren nun auch für die Schaltschrankklimatisierung an.

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