Elektromobilität BMW testet Batteriezellenproduktion in Parsdorf

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Um bei zukunftsweisender Technik nicht vom Ausland abhängig zu sein, setzen Automobilhersteller verstärkt auf die heimische Batterieproduktion. Bei BMW startet nun ein Pilotprojekt.

BMW testet jetzt in Parsdorf bei München die Herstellung kreislauffähiger Batterien für seine sogenannte „Neue Generation“. Hier steht Sophia Zielosko, Werksprojektleiterin im BMW Group Kompetenzzentrum Batteriezellfertigung, bei der Kick-off des Pilotprojektes. Hier mehr dazu ...(Bild:  Tom Kirkpatrick; BMW Group)
BMW testet jetzt in Parsdorf bei München die Herstellung kreislauffähiger Batterien für seine sogenannte „Neue Generation“. Hier steht Sophia Zielosko, Werksprojektleiterin im BMW Group Kompetenzzentrum Batteriezellfertigung, bei der Kick-off des Pilotprojektes. Hier mehr dazu ...
(Bild: Tom Kirkpatrick; BMW Group)

In zwei Jahren will BMW eine grundlegend neue Generation von Elektroautos an den Start bringen, die mit rund 30 Prozent mehr Reichweite und höherer Ladegeschwindigkeit punkten sollen, wie es heißt. Der Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic startete die Musterproduktion der dafür nötigen Batteriezellen letzte Woche in Parsdorf bei München. In der kleinen Fabrik wird die industrielle Produktion der von BMW selbst entwickelten Batteriezellen erprobt. Die Batterien sollen dann ab 2025 in den Modellen der sogenannten „Neuen Klasse“ die Antriebspower liefern. BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber dazu: „In Parsdorf skalieren wir dann das beste Produkt seiner Art in Richtung Serienprozess“. Die Zellen für die Batterien wird der Autobauer aber später zukaufen.

BMW entwickelt recycelbare Kfz-Batterien

Die Pilotlinie ermögliche es BMW aber, die selbstentwickelte Batteriezelle zusammen mit den späteren Lieferanten zu optimieren. In Parsdorf arbeiten deshalb Experten aus Einkauf, Forschung, Entwicklung und Produktion zusammen. Das langfristige Ziel sei eine Batteriezelle zu schaffen, die vollständig im Werkstoffkreislauf zirkulieren kann, wie BMW betont. Das sei angesichts der teuren Rohstoffe auch wirtschaftlich notwendig. Der bayerische OEM habe im Übrigen bereits erste Batteriezellen aus 100 Prozent recyceltem Kathodenmaterial hergestellt.

Bei der Zellfertigung werden zunächst Grafit für die Anode und Nickeloxide für die Kathode mit Binde- und Lösungsmitteln gemischt und auf hauchdünne Metallfolien aufgetragen. Diese seien dünner als Fäden aus Spinnenseide. Die so beschichteten Folien werden dann in das Zellgehäuse eingesetzt, das mit Elektrolyt gefüllt wird. Die röhrenförmigen Batteriezellen sind etwa 10 Zentimeter hoch. Sie werden dann von BMW in eigenen Batteriefabriken nahe den Autowerken zu großen, schweren Hochvoltspeichern zusammengebaut. Die ersten Modelle der „Neuen Klasse“ sollen, wie man abschließend erfährt, dann im ungarischen Debrecen und im Stammwerk München vom Band laufen.

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