Verbundwerkstoff Hartpapier und Papiercomposites zur Isolierung und Konstruktion
Die AGK bietet unter der Marke Duro Best 110 Werkstoffe auf Basis von Hartpapier zur Verwendung als Konstruktions- und als Elektroisolierwerkstoff an.
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Hartpapier ist ein günstiger Isolierstoff, der in der Elektronikindustrie eingesetzt wird, wenn eine Temperaturbeständigkeit bis 120 °C ausreicht. Diese Isoliersysteme der Wärmklasse E werden häufig im Bereich der Trafoisolierung eingesetzt. Sind höhere Thermische Klassen für Elektroisolierstoffe gefordert wird dies mit Glashartgewebe realisiert. Des Weiteren verwendet AGK Duro Best 110 als Ersatz von Modellplatten aus Schichtholz. Die Vorteile von Duro Best 110 sind hierbei seine Verzugsfestigkeit, die Feuchtigkeitsresistenz und die toleranzgenaue Fertigung des Werkstoffs.
Auch gewickelte Rohre werden auf Basis Hartpapier industriell auf Wickelmaschinen hergestellt. Diese Hartpapierrohre sind bei AGK als Duro Best DB110R erhältlich.
Hartpapier aus Zellulosepapier und Phenol-Formaldehyd-Harz
Hartpapier ist ein duroplastischer Kunststoff aus Zellulosepapier und Phenol-Formaldehyd-Harz. Man bezeichnet dies auch als papierverstärkten Phenoplast. Im Vergleich zu den thermoplastischen Kunststoffen, findet eine irreversible Aushärtung statt. Die kontinuierliche Herstellung ist ein komplexes Verfahren bei dem teilweise ein Zweiwannenverfahgen angewendet wird. Die Saugfähigkeit des verwendeten Papieres, u.a. aufgrund seines Luftvolumens, ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor bei der schnellen Herstellung. Sofern hochwertige Elektroisolierqualitäten hergestellt werden, wie beim Hp 2061.5, muss das eingesetzte Papier aus Natroncellulose mit entsalztem Wasser hergestellt sein, damit auch das isolierende Endprodukt ionenfrei ist. Fertig imprägnierte Bahnen werden auf das Endformat zugeschnitten. Während durch die Bahnenlänge das Endplattenformat bestimmt werden kann, ist die maximale Breite durch die Papierbahn vordefiniert. Die Herstellung der Schichtpressstofftafeln aus diesen Prepregs erfolgt diskontinuierlich in Mehretagenpressen. Die Presstischgröße limitiert das produzierbare Tafelformat. Durch die Anzahl der übereinandergeschichteten Prepregs kann die Dicke der gepressten Tafel bestimmt werden. (lz)
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