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Investitionen in anspruchsvolle Prüftechnik
Entwicklungsprojekte wie dieses lassen sich nur realisieren, wenn man über umfassendes Know-how in der Entwicklung von Hochdruckventilen sowie über die entsprechenden, hoch spezialisierten Entwicklungs-Tools und Prüfeinrichtungen verfügt. Daher hat GSR kürzlich einen neuen Prüfstand für Leckagetests an Hochdruckventilen in Betrieb genommen (Bild 4). Der Prüfstand kann Leckraten von 10-6 mbar l/s erfassen. Das heißt: Er erfasst 1 Millionstel Millibar, um das der Druck von 1 Liter Volumen pro Sekunde steigt. Beim Bau des Prüfstandes wurde technologisches Neuland beschritten. Entwicklung und der Bau der Prüfeinrichtung nahmen zwei Jahre intensiver Arbeit in Anspruch.
Demonstration der Qualitätsführerschaft
Der Prüfstand besteht aus zwei Kammern. In der einen werden unter Vakuumbedingungen die internen Leckraten am Ventilsitz erfasst. Das Ventil wird also im geschlossenen Zustand mit Druck beaufschlagt, gemessen wird die eventuelle Leckrate am Ventilausgang. Im Gegensatz zum üblichen „Schnüffeltest“ mit einer Messsonde kann man auf diese Weise die tatsächliche Leckrate bestimmen – und das bei sehr hohen Drücken.
In der zweiten Kammer des Prüfstandes wird die äußere Leckage, d.h. die Dichtigkeit des gesamten Ventils zur Umgebung hin, gemessen. Als Prüfgas dient in beiden Fällen Helium. Die Ergebnisse aller Messungen werden aufgezeichnet und gespeichert. Die Dokumentation der Prüfergebnisse sind in das ERP-System von GSR Ventiltechnik integriert, somit können alle Messwerte zusammen mit den Artikeldaten gespeichert und die artikelbezogene Dokumentation stets mit den kompletten Messwerten abgerufen werden.
Für ein mittelständisches Unternehmen wie GSR Ventiltechnik stellt der neue Prüfstand eine bedeutende Investition dar, die aber sinnvoll ist, da sie die Qualitätsführerschaft des Unternehmens bei technisch hoch entwickelten Produkten dokumentiert. Selbst Leckraten, die in der Praxis in den allermeisten Fällen unbedeutend sind, werden zuverlässig detektiert.
Diese Investition, davon ist man bei GSR überzeugt, zahlt sich aus. Das neue Wasserstoffventil findet große Beachtung bei Messen, die sich mit der Zukunft der Mobilität sowie mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik beschäftigt. (hö)
* Dirk Klinksiek, Konstruktionsleiter der GSR Ventiltechnik, Vlotho; Jasmin Müller, Leitung Marketing im selben Unternehmen
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