Gleitlager Gleitlager erwärmten sich in Windenergieanlage
Areva Wind hat sechs von insgesamt 12 Windenergieanlagen im Testfeld des Offshore-Windparks alpha ventus im Betrieb. Das Condition Monitoring System hat gemeldet, dass sich in zwei der 5 MW Anlagen die Gleitlager erwärmt haben. Diese mussten stillgelegt werden.
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Die Ursachenanalyse für die Temperaturerhöhung, wurde in Zusammenarbeit mit dem Getriebelieferanten Renk, Tochterunternehmen der MAN Gruppe und unabhängigen Instituten durchgeführt. Das Ergebnis der technischen Analysen zeigt als ausschließliche Ursache, dass der Wärmeausdehnungskoeffizient des gewählten Lagerwerkstoffes in axialer Richtung nicht ausreichend im Lagerspiel berücksichtigt worden ist. Durch das aufgebrauchte Lagerspiel entsteht ein erhöhter Verschleiß der Gleitlager. Schnelle und nachhaltige Korrekturmaßnahmen wurden in Abstimmung mit dem Kunden und dem Getriebelieferanten umgesetzt.
Für jedes weitere an AREVA Wind gelieferte Getriebe setzt RENK das ursprüngliche Lagermaterial ein, das in den Prototypen seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz ist. Seit 2000 entwickelt der Getriebelieferant für AREVA Wind die integrierte Antriebseinheit für die M5000. Das Unternehmen liefert alle vormontierten Getriebe-Module an AREVA Wind, wo sie in die Gondel-Einheiten verbaut werden.
Zukünftig werden Anlagen an Land getestet
Um zukünftig eine perfektionierte Qualitätssicherung gewährleisten zu können wird AREVA in einen Teststand in Bremerhaven investieren. Mit dem Bau, der bis 2011 abgeschlossen sein wird, setzt AREVA Wind neue Maßstäbe in der Windbranche: Die Windenergieanlagen werden dann bereits an Land unter Volllastbedingungen getestet. Die im kleinen Testfeld „alpha ventus“ gemachten Erfahrungen und die Investitionen in den Teststand sind wichtige Vorraussetzungen für den Erfolg der anstehenden Großprojekte. Bisher haben die sechs Windturbinen einen Ertrag von mehr als 80 Mio. kWh, das entspricht ca. 4300 Vollaststunden pro Jahr, generiert.
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