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Gezielte Oberflächenverdichtung von pulvermetallurgischen Bauteilen

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Das Ergebnis sind hochbelastbare Bauteile

Ein Beispiel hierfür sind Freilaufkupplungen für Drehmomentwandler. Problemzone sind hier die Kontaktflächen für die Wälzkörper, die bei Hemmung aufgrund der Hertzschen Pressung Oberflächendrücken von bis zu 4000 MPa ausgesetzt werden. Bei konventionellen PM-Bauteilen würde aufgrund der Porosität über kurz oder lang Oberflächenzerrüttung durch Ausbrüche (Pitting) auftreten. DensiForm-behandelte Flächen halten den Belastungen dagegen problemlos stand.

Weiteres Beispiel ist ein Kettenrad für einen PKW-Motor. Das an der Kurbelwelle angeordnete Bauteil weist drei Zahnkränze für den Antrieb von Nockenwelle und Nebenaggregaten auf. Die zu übertragenden Kräfte sind dabei so groß, dass eine reibschlüssige Verbindung allein nicht ausreichen würde. Für den nötigen Formschluss sorgt daher eine Stirnverzahnung. Diese würde bei Fertigung durch Zerspanung hohe Kosten verursachen. Deshalb entschied man sich für eine PM-Ausführung. Im Laufe der Entwicklung mit entsprechenden Spannungsanalysen zeigte sich, dass ein konventionelles PM-Bauteil den speziellen Anforderungen nicht genügen würde und eine zusätzliche Oberflächenverdichtung notwendig ist. Das kostengünstige DensiForm-Verfahren kam auch hier zum Einsatz.

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