Klebstoff Gewindehülsen in Windflügel einkleben

Redakteur: Juliana Schulze

Tartler entwickelt und fertigt maßgeschneiderte Anlagen zum Dosieren und Mischen von Epoxydharzen und Polyurethanen zum Kleben der Gewindehülsen im Blattanschluss von Windflügeln.

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Die „Hochzeit“ zwischen dem 80 Meter langen Flügel und dem Rotor der Windenergieanlage findet in Schwindel erregender Höhe statt. Sicherheit wird großgeschrieben und die Monteure müssen sich darauf verlassen können, dass alle Schrauben und Gewinde halten. Ein ganz entscheidender Faktor sind dabei jene Gewindehülsen, die während der Produktion des Windflügels in dessen Blattanschluss eingeklebt werden. Je nach Bauart und Gewicht des Flügels kommen dazu Epoxyd- oder Polyurethanharze zum Einsatz, die mit den Anlagen von Tartler verarbeitet werden.

Gewindehülsen sind mit über 20 Tonnen belastbar

Für die Anwendung von Klebstoffen auf Epoxydharz-Basis realisierte das Unternehmen beispielsweise eine kundengerechte Variante seiner Nodopox 200 M/U. Bei einem geringen Ausstoß von nur < 0,2 Litern in der Minute und mit einer Mischungsverhältnis-Genauigkeit von < 2% werden damit Gewindehülsen eingeklebt, die sich mit einer Auszugskraft von über 20 Tonnen belasten lassen. Die Anlage nutzt die Originalgebinde der Materialhersteller. Sie pumpt die beiden hochviskosen Komponenten also direkt aus jenen 200-Liter-Anliefergebinden, in die sie blasenfrei und teilweise unter Vakuum abgefüllt wurden. Je nach verwendetem Material entfallen daher die Prozessschritte des Rührens und Umfüllens in die Arbeitsbehälter. Auf ihrem Weg aus der Pumpe zum Mischkopf lassen sich die Komponenten dann auf die gewünschte Verarbeitungstemperatur von bis zu 80° C erhitzen. Das Mischen kann statisch-dynamisch mit dem rotierenden Statikmischer oder statisch ablaufen. Der Schussabruf erfolgt von einer externen SPS, von einem Roboter oder von einem Handlinggerät aus.

Online-Kontrolle der Anlage jederzeit möglich

Während des Dosier- und Mischprozesses protokolliert die Nodopox 200 M/U alle relevanten Parameter. Neben dem Mischungsverhältnis sind das unter anderem der Ausstoß, der Druck von A- und B-Komponenten, die Temperaturen oder die Schussquote. Die Daten lassen sich auf einem USB-Stick sichern. Eine Online-Kontrolle der Anlage ist jederzeit möglich.

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