Gehäuse Gehäuse aus glasfaserverstärkten Kunststoff schützen Elektronik in Photvoltaik-Kraftwerken

Redakteur: Juliana Schulze

Monitoring-Lösungen in Photovoltaik-Kraftwerken lokalisieren Fehlerquellen. Fibox hat Gehäuse aus glasfaserverstärkten Kunststoffen entwickelt, die die Elektronik im Außenbereich schützen.

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Das 40 MWp-Kraftwerk Finsterwalde verfügt über annährend 500 Generatorenanschlusskästen von Fibox. (Bild: skytron energy)
Das 40 MWp-Kraftwerk Finsterwalde verfügt über annährend 500 Generatorenanschlusskästen von Fibox. (Bild: skytron energy)

Skytron energy stellt Sensormesstechnik und Überwachungssoftware für Photovoltaik-Kraftwerke im Megawatt-Bereich her. Eine nahezu beliebige Anzahl von Umweltsensoren kann dabei in das Anlagenüberwachungssystem eingebunden werden. Damit können Werte wie die UV-Einstrahlung, Modul- und Umgebungstemperaturen sowie Windgeschwindigkeit gemessen und an den Datenlogger der Monitoring-Leitebene weitergegeben werden. „Die neuen Messsysteme wurden von uns entwickelt, um dem seit zwei Jahren stark ansteigenden Einsatz von Dünnschicht-Solarmodulen in Photovoltaik-Großkraftwerken Rechnung zu tragen. Dem großen Flächenbedarf, der beim Einsatz der Dünnschicht-Technologie entsteht, müssen auch die Überwachungsanlagen gerecht werden“, erklärt Martin Sauter, Geschäftsführer von skytron energy.

Glasfaserdatenleitungen überbrücken mehrere Kilometer

Das Berliner Unternehmen setzt in seinem Monitoring-System Glasfaserdatenleitungen ein, mit denen sich Distanzen von mehreren Kilome-tern überbrücken lassen und die sich für den Einsatz in großen Kraftwerkparks eignen. Jeder Modultisch wird mit einer Strangstrommesseinheit mit acht oder zwölf Messkanälen, je nach Anforderung, versehen. Die Messeinheiten überprüfen kontinuierlich die von den Solarmodulen erzeugte Leistung. Sie befinden sich in Generatoranschlusskästen an der Unterkonstruktion der Modultische. Je nach Größe eines PV-Kraftwerks werden mehrere Hundert solcher Gehäuse montiert. „Damit kann die Funktionalität des einzelnen Solarmoduls überwacht und eine plausible Aussage über das Verhalten der Gesamtanlage und auch über das Verhalten der Wechselrichter getroffen werden. Die Sensoren erfassen einzelne Stromsignale, Solargeneratorspannung, Einstrahlung, Temperaturen und die Windgeschwindigkeit“, erläutert Sauter. Außerdem ergibt sich ein Zusatznutzen: Mit der Messung dieser Daten kann der Betreiber von Photovoltaikanlagen auch feststellen, ob die Anlagen, die er gekauft hat, die ausgewiesene Leistung erbringen. Die Mehrinvestition lohne sich: „Der große Vorteil ist, dass im Zweifelsfall belastbare Messdaten vorliegen, die Fehlfunktionen sicher nachweisen können und der Investitionssicherung dienen.“

Monitoring-Lösung refinanziert sich von selbst

Die Qualitätskontrolle und -sicherung stellt einen großen Wettbewerbsvorteil für den Betreiber eines Kraftwerks dar, denn die Entscheidung, einen Servicetechniker vor Ort zu schicken, um ein defektes Modul auszutauschen, kann rechtzeitig getroffen und so Leistungsverlust verhindert werden. Aufgrund der Fernwartungsmöglichkeit der Photovoltaikanlage sind auch die Servicekosten vergleichsweise niedrig. Mit der Monitoring-Lösung lässt sich der Energieertrag optimieren: Da das Überwachungssystem die erzeugte Leistung des PV-Kraftwerkes fortlaufend grafisch abbildet, können Servicekräfte einzelne defekte Module sofort erkennen. Der Einsatz von Monitoring-Lösungen macht sich bei Photovoltaik-Kraftwerken bereits nach kurzer Zeit bezahlt. „Schon bei der Inbetriebnahme können Installationsfehler und Produktmängel schnell erkannt werden, die sonst erst nach mehreren Monaten oder auch erst nach ein bis zwei Jahren anhand fehlender Energieerträge entdeckt würden. Somit refinanziert sich die Monitoring-Lösung selbst“, folgert Sauter.

Teil 2: Gehäuse auf jeweiliges Einsatzgebiet zuschneiden

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