Konstruktionsbauteile Gefräste Profile

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die schweizerische Högg AG stellt Sonderprofile aus metallischen Materialien her (Stahl, Buntmetalle, Magnesium, Titan ...).

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Gezogene, gewalzte und gepresste Profile sind etablierte und in verschiedensten Ausführungen erhältliche Produkte – mit Vor- und Nachteilen, denn nicht alle konstruktiven Wünsche gehen dabei in Erfüllung. Eine interessante Lösung stellen hier gefräste Profile dar, wie sie das Schweizer Unternehmen Högg liefert.

Mehr als vierzig Jahre lang betreibt Johann Schweizer vor den Toren Lichtensteigs seine Schmiede. Im September 1905 kauft der ursprünglich aus Deutschland stammende Alfred Högg den Betrieb und die Liegenschaft und übernimmt die Arbeiten und Kunden.

Mitte der 50er-Jahre wird die Firma Högg Zulieferfirma für die Industrie und wächst weiter.

Ab Mitte der 60er-Jahre werden anspruchsvolle Konstruktionen gefertigt, für die verschiedensten Firmen in unterschiedlichsten Sparten.

Profiltechnik im Aufwärtstrend

1985 beschäftigt die Firma bereits 65 Mitarbeiter und kauft den ersten Personal Computer. Ein weiteres Standbein wird die Profiltechnik. Heute stellt das Unternehmen Profile und Komponenten für die Industrie, Raumfahrt und Medizinaltechnik sowie Maschinen-, Apparate- und Automobilindustrie her. Högg Profile zeichnen sich dadurch aus, dass sie gefräst und nicht, wie bei vielen anderen, gezogen werden. Das Verfahren hat sich bewährt und wird stetig verbessert. Modernste CNCMaschinen sind im Einsatz. Seit 1994 ist das Unternehmen ISO 9001 zertifiziert.

Die Kernkompetenz: gefräste Profile

Werden Profile gezogen, gewalzt oder gepresst, werden Mindestabnahmemengen vorausgesetzt. Unter einer Tonne sind diese Verfahren meist nicht wirtschaftlich. In solchen Fällen bietet sich die Technologie des Profilfräsens an. Das Schweizer Unternehmen Högg hat das Profilfräsen durch jahrelange Erfahrung bis zur Perfektion entwickelt,

Dass gefräste Profile wirtschaftlich sind und dem Konstrukteur neue Perspektiven eröffnen, ist das Erfolgsrezept des Unternehmens. Gefräst werden die Produkte auf Spezialmaschinen in einem Durchlaufverfahren. Da die Fertigungszellen einfach zu rüsten sind und bei Kleinmengen schon kostengünstig eingesetzt werden können, sind keine Mindestmengen erforderlich. Auch Kleinserien- und Sondermaschinenhersteller können so von kundenspezifischen Profilen profitieren.

Durch das Fräsen auf den Spezialmaschinen kann Högg problemlos kleinste Toleranzen einhalten. Der Formgebung sind durch Fräsen und Vollschnittschleiftechnik beinahe keine Grenzen gesetzt. Auch gezogene oder gepresste Profile lassen sich problemlos nachbearbeiten.

Neue Perspektiven in der Profiltechnik

Da das Herstellverfahren vom Material unabhängig ist, können Profile in verschiedensten Materialien hergestellt werden (Stahl, Aluminium, Titan, Messing, Magnesium, ...).

Außerdem werden keine komplizierten Press- oder Ziehmatrizen benötigt. Dadurch sind die Liefertermine kurz, was in der heutigen Zeit immer entscheidender ist. Es lassen sich stark asymmetrische und dünnwandige Profile (auch aus rostfreiem Stahl und Titan) herstellen, was mit den anderen Verfahren nicht möglich ist.

Falls das Profilmaterial nachträglich noch gehärtet werden muss, stellte sich bei gezogenen Stahlprofilen immer das Problem der Randzonenentkohlung. Bei gefrästen Profilen gibt es dieses Problem nicht. Die vielen technischen Vorteile ermöglichen somit neue Perspektiven in Gestaltung und Beschaffung von Profilen.

Kosten erheblich senken mit Profilen

Profile haben viele Vorteile: Durch geschickte Formgebung lassen sich kostengünstige „Rohlinge“ herstellen. Für die Serienteilefertigung können durch einfaches Ablängen komplexe Einzelteile hergestellt werden. Auch für Kleinserien kommt diese Fertigungsmöglichkeit in Betracht. Bearbeitung und Materialersparnis sowie konstante, präzise Formbeibehaltung sind nur einige der vielen Pluspunkte.

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