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Profinet-Schnittstelle sichert die zukünftige Buskommunikation
Zu den bisherigen sechs digitalen Eingängen gibt es nun zwei weitere, analoge Eingänge für Signale zwischen null und zehn Volt. Damit lassen sich die Motoren nicht nur über eine Buskommunikation in ihrer Geschwindigkeit justieren, sondern auch direkt per Potentiometer. Die analogen Eingänge können eine Alternative zur digitalen Steuerung sein. Zugleich können diese auch als zusätzliche digitale Eingänge parametriert werden.
Allerdings ist abzusehen, dass die Buskommunikation über Profinet auch in der Förder- und Lagertechnik sukzessive an Boden gewinnen wird. Deshalb ist der Sinamics G120D bereits von Anfang an mit einer Profinet-Schnittstelle ausgestattet worden. Neu hinzugekommen ist die IRT-Kommunikation (Isochronous Real-Time). Das bedeutet, dass der Frequenzumrichter nun an einem isochronen Profinet-Netzwerk eingebunden werden kann. Die Profinet-Spezifikation V2.3 besitzt darüber hinaus noch weitere, interessante Funktionen. So ist die zweite Generation des Sinamics G120D zum Beispiel in der Lage, das LLDP-Protokoll (Link Layer Discovery Protocol) zu verarbeiten. Diese integrierte Funktion der „Nachbarschaftserkennung“ macht zum Beispiel einen Gerätetausch sehr einfach. Denn beim Austausch des alten gegen einen neuen Frequenzumrichter wird automatisch die alte IP-Adresse vergeben und die Parametrierung vorbereitet. Für Anlagenbetreiber heißt das, dass ein Gerätetausch schnell und ohne Zuhilfenahme von entsprechenden Engineering-Tools bzw. Handprogrammiergeräten erfolgen kann.
Standard und Sicherheit gemeinsam oder getrennt
Eine weitere wertvolle Eigenschaft, welche die Fördertechnik überaus transparent, einfach und zuverlässig macht, ist der individuelle Netzaufbau. So unterstützen die Geräte bei Profinet neben der Kommunikationsstruktur in Linien-, Stern- und Baumform nun auch die Ringstruktur. Mit dem Media Redundancy Protocol (MRP) kann über eine Ringtopologie eine redundante Profinet-Kommunikation ohne Switches realisiert werden. Das hat den großen Vorteil, dass bei einer Unterbrechung der Kommunikation in einer Richtung der zweite Datenweg aus der anderen Richtung genutzt wird. Auch das erhöht die Verfügbarkeit von Fördertechnikanlagen.
In Verbindung mit Profinet ergeben sich noch weitere Einsatzmöglichkeiten. Die dezentralen Frequenzumrichter unterstützen nämlich das Feature Shared Device. Das bedeutet, die Geräte können für die Standardautomatisierung von einer normalen SPS angesprochen werden und für die Sicherheitsfunktionen von einer separaten Sicherheitssteuerung. Wer diese Trennung nicht will, setzt eine fehlersichere Steuerung von Siemens ein, die beides in einem Gerät verarbeiten kann und darüber mit dem Frequenzumrichter kommuniziert.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Umweltbewusstseins und der sukzessiven Etablierung von Energiemanagementsystemen wird Energieeffizienz auch in der Fördertechnik zum Thema. Hier unterstützt Profienergy die intelligente Nutzung von Geräten. Der G120D – ebenso wie alle anderen Frequenzumrichter der Sinamics-Familie – kann diese Protokolle verarbeiten. Des Weiteren ist der G120D in der Lage situationsabhängig Funktionen auszulösen. Das bedeutet zum Beispiel, er kann in den prozessbedingten Ruhephasen einer Fördertechnik die Aktor-Ebene selbstständig abschalten und so Energie sparen.
Umrichter und Getriebemotor im Doppelpack
Mit der zweiten Generation des dezentralen Frequenzumrichters Sinamics G120D wurde ein weiterer Meilenstein in der Antriebswelt gesetzt. Die Geräte haben eine Vielzahl von nützlichen Zusatzfunktionen erhalten, die in Kombination mit der neuen Getriebemotorenreihe Simogear weitere Vorteile aufweisen. Angefangen von vorparametrierten Motordaten über die Optionsvielfalt (Geber, Bremse), Verbindungstechnik usw. spiegeln sie ein perfekt aufeinander abgestimmte Antriebssystem wider. Somit erweist sich Siemens als zuverlässiger Partner für die Fördertechnik. (ud)
SPS IPC Drives 2012, Halle 2, Stand 2-201
Kurzes Siemens-Video zum Messeauftritt zur SPS IPC Drives 2012
* Dominik Riehle ist Produktmanager für dezentrale Antriebstechnik in der Business Unit Motion Control Systems im Industry Sector der Siemens AG, Erlangen.
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