Patente Freie Erfinder in Deutschland: Woher sie kommen, was sie zum Patent anmelden

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Patent- und Markenamts zeigt: Unabhängige Tüftler kommen häufig aus Bayern und entwickeln im Maschinenbau.

Freie Erfinder, die häufig in Garagen oder am privaten Computer tüfteln, stammen häufig aus Bayern und sind dem Maschinenbau zuzuordnen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Freie Erfinder, die häufig in Garagen oder am privaten Computer tüfteln, stammen häufig aus Bayern und sind dem Maschinenbau zuzuordnen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Korkenzieher, Spreizdübel, Airbag: Viele geniale Erfindungen stammen nicht aus Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen, sondern von kreativen und kompetenten Tüftlern, sogenannten freien Erfindern. Sie gehen ihrer Arbeit in Eigeninitiative in Garagen, Werkstätten oder am privaten Computer nach.

Bildergalerie

Im vergangenen Jahr gingen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) mehr als 2000 Patentanmeldungen freier Erfinder ein. „Freie Erfinder arbeiten oft unter schwierigen Bedingungen und behaupten sich trotzdem immer wieder gegenüber den Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen“, sagt DPMA-Präsidentin Eva Schewior. „Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Innovationsökosystems, und wir als DPMA werden sie weiter bestmöglich unterstützen.“

Anlässlich der Erfindermesse iENA in Nürnberg, die vom 28.Oktober bis 30. Oktober stattfand, hat das DPMA ausgewertet, aus welchen Bundesländern Patentanmeldungen dieser Gruppe stammen und welchen Technikbereichen sie zuzuordnen sind:

  • Fast ein Viertel der Anmeldungen freier Erfinder kamen im vergangenen Jahr aus Bayern (448). Dahinter folgen im Bundesländer-Ranking Nordrhein-Westfalen (386) und Baden-Württemberg (308). Legt man die Anmeldezahlen auf je 100.000 Einwohner um, dann führt allerdings Rheinland-Pfalz (4,3 Anmeldungen). Auf Platz 2 und 3 liegen Bayern (3,4) und Baden-Württemberg (2,7).
  • Betrachtet man die Anmeldungen nach Techniksektoren, liegt der „Maschinenbau“ mit 812 Anmeldungen an der Spitze. Darauf folgt der Sektor „Sonstige Gebiete“ (462), in dem Technikbereiche wie Bauwesen, Möbel, Spiele und sonstige Konsumgüter zusammengefasst sind. Auf Rang 3 liegt der Sektor „Chemie“ (250).

Weniger Einreichungen, aber mehr freie Erfinderinnen

Der Frauenanteil unter den „Freien“ ist zuletzt stetig größer geworden, bleibt aber auf niedrigem Niveau: Im vergangenen Jahr kamen 7,6 Prozent der Anmeldungen von Erfinderinnen (2021: 7,3 Prozent).

Insgesamt ist die Zahl eingereichter Erfindungen aus dieser Gruppe deutlich rückläufig: 2022 gingen beim DPMA 2.021 Anmeldungen freier Erfinder ein. Das sind 21,0 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der weit überwiegende Teil angemeldeter Erfindungen stammt in Deutschland von Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Diese werden in Patentanmeldungen auch als „Anmelder“ geführt, während der eigentliche Entwickler oder die Entwicklerin dort als „Erfinder“ angegeben wird. Als Erfindungen freier Erfinder wertet das DPMA Anmeldungen, bei denen in beiden Punkten dieselbe natürliche Person angeführt wird.

(ID:49779819)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung